Fünf Probleme beim Bohren und Nageln, die jeder Heimwerker kennt

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Aktualisiert am 14.03.2022
Ohne Nägel, Schrauben und Dübel sind auch den besten Heimwerkern die Hände gebunden. Bei vielen DIY-Projekten muss gebohrt oder gehämmert werden. Aus diesem Grund beherrschen wir die unkomplizierten Befestigungsmethoden fast schon im Schlaf. Doch obwohl – oder vielleicht weil – wir so oft zu Hammer und Bohrmaschine greifen, gehen manchmal Kleinigkeiten schief. Einige Probleme beim Bohren und Nagelschlagen kennt jeder. Wir geben Tipps, um sie aus der Welt zu schaffen.

Montagemethoden: Wo Schrauben und Hämmern an ihre Grenzen stoßen

Nageln, Bohren und Verdübeln sind die wichtigsten Befestigungsmethoden, die wir als Heimwerker beherrschen. Damit unsere DIY-Projekte gelingen, treffen wir die Entscheidung für eine der drei Optionen nicht wahllos. Jede davon hat ihre Vorteile und Grenzen.

  • Nägel schaffen schnelle, unkomplizierte und relativ beschädigungsarme Verbindungen auf Oberflächen wie Holz, Rigips oder Putz. Der größte Nachteil ist die geringe Festigkeit und Belastbarkeit.
  • Schrauben schaffen sogar in Mauerstein feste Verbindungen, aber sind in der Anwendung aufwendiger und lassen Materialien wie Holz oder Rigips ohne Vorarbeit oft splittern.
  • Dübel schaffen besonders belastbare Schraubverbindungen und sind auf Untergründen wie Wänden unverzichtbar.

Ganz ohne sichtbare Spuren gelingt das Befestigen und Montieren mit Nägeln, Schrauben und Dübeln nicht. Vor allem, wer kleinere Elemente wie Sockelleisten unauffällig befestigen will, ist mit Alternativen gut beraten. Bei Montage-Maßnahmen im Hinblick auf beidseitig saugfähige Elemente wie Holz bietet sich fast immer Kleben an. Aber auch auf Wänden sind Klebeverbindungen je nach Belastung möglich. Hohe Relevanz hat dies beispielsweise für Mieter, die Möbelstücke, Spiegel oder Deko anbringen wollen. Sie tun manchmal gut daran, das heutzutage umfangreiche Klebstoffsortiment nach Montagekleber zu durchsuchen, bevor sie Löcher in die Wände bohren. Beim Kleben bleiben ihnen auch folgende fünf Fauxpas erspart, die jeder vom Hämmern und Schrauben kennt.

1. Abgerutschter Bohrer

  • Fliesen bohren
    © diybook | Gerade beim Fliesen kann der Bohrer sehr schnell abrutschen.
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Gerade war noch alles in Ordnung, da rutscht plötzlich der Akkuschrauber von der Wand. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann sogar gefährlich werden, insofern man sich selbst damit trifft. Vermeiden lässt sich der Fauxpas meist schon durch die richtige Haltung. Wenn die Spitze des Bohrers rechtwinklig zur Oberfläche liegt, sinkt das Risiko. Nach dem Start der Maschine ist außerdem erst Herantasten angesagt. Das Gerät muss auf dem Untergrund erst Halt finden, bevor es unter leichtem Druck richtig durchstartet. Zusatztipp für glatte Oberflächen wie Fliesen: Die Griffigkeit der geplanten Bohrstelle am besten mit Klebeband erhöhen.

2. Zu große Bohrlöcher

Das Loch für den Dübel ist gebohrt. Wir stecken ihn hinein, doch Sekunden später fällt er wieder aus der Wand. Zu groß werden Bohrlöcher schnell. In einem solchen Fall bietet sich der Einsatz von Spezialgewebe zum Stopfen an. In den Fasern entsprechender Gewebestücke ist Mörtel enthalten, der erhärtet, sobald sie mit Wasser in Kontakt geraten. Das Gewebe lässt sich ein- oder mehrlagig um den Kunststoffdübel wickeln, der ins Bohrloch soll. Das Aushärten dauert lediglich Minuten. Nach dem Stopfprinzip funktioniert übrigens auch Reparaturknete, die ins Loch gedrückt wird. Allerdings braucht diese Masse wesentlich länger, bis sie belastbar ist.

3. Nagel verbiegt beim Einschlagen

Als leidenschaftlicher Handwerker gibt man es nur ungern zu. Trotzdem verbiegt oder bricht auch den besten beim Einschlagen der eine oder andere Nagel. Meistens liegt dies an einer falsch gewählten Länge. Sollen sie sich nicht verkrümmen, so sollten Nägel im Idealfall höchstens drei Zentimeter messen. Abgesehen davon spielt auch das Gewicht des Hammers eine Rolle. Mit zu leichten Werkzeugen holen wir automatisch heftiger aus. Dadurch steigt das Risiko für verbogene und gebrochene Nägel.

4. Verletzte Finger

  • Verletzte Finger müssen nicht sein
    © diybook | Wer nicht sehr treffsicher ist und seine Finger lieber heil wissen möchte, kann auf einige Tricks zurückgreifen.
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Ein Verletzungsrisiko geht mit so gut wie jeder Beschäftigung einher – auch mit dem Heimwerken. Sowohl beim Hämmern als auch Bohren sind vor allem unsere Finger in Gefahr. Wer nicht treffsicher ist, hält Nägel beim Einschlagen am besten nicht mit der Hand fest. Eine Alternative sind beim ersten Schlag beispielsweise Flachzangen. Noch wesentlich Schlimmeres als blaue Finger kann uns mit der Bohrmaschine drohen. Handschuhe sollte beim Bohren beispielsweise niemand tragen. Der Akkuschrauber könnte jene nämlich erfassen und die Hand in die Bohrmaschine ziehen.

5. Feststeckende Dübel

  • Dübel ausdrehen
    © diybook | Willder Dübel nicht aus der Wand, kommt der Korkenzieher zum Einsatz. Glücklich ist der, der so einen noch hat.
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Das Loch ist gebohrt, der Dübel in der Wand. Nur leider ist das genau das Problem. Er lässt sich nicht mehr aus dem Bohrloch ziehen. Die Lösung bieten Korkenzieher, die man zum Entfernen etwas in den Dübel eindreht. Anschließend zieht man ihn wie einen Korken einfach heraus. Sind keine Korkenzieher zur Hand, bieten sich Schrauben an. Werden jene in den Dübel eingedreht, gelingt das Entfernen mit ähnlichem Prinzip. Dabei allerdings vorsichtig vorgehen, damit der Kunststoff nicht spreizt.

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