Die optimale Außenbeleuchtung für Ihren Garten - Tipps

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Aktualisiert am 20.10.2020
Abends müssen Gärten nicht grau sein. Warme Lichtfarben, Effektleuchten und geschmackvolle Außenleuchten tauchen Haus und Garten in stimmungsvolles Licht. Als Wegbeleuchtung auf den Gartenwegen, als Lichtquelle auf Terrassen und mit der Ausleuchtung von dunklen Hausecken trägt die Gartenbeleuchtung zur Sicherheit bei. Allerdings eignet sich nicht jede Lampe für den Außenbereich - besondere Schutzklassen und Kabel werden gebraucht.

Rücken Sie Ihr Haus ins rechte Licht

  • Integrierte Leuchte
    © BrunoBarillari | Besonders schön sind integrierte Leuchten die bereits bei der Planung der Gartengestaltung berücksichtigt werden.
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Strahler im Gartenteich erzielen beinahe dramatische Effekte und machen den Teich am Haus auch in den Abendstunden noch zum Blickfang. Eine Wegebeleuchtung leitet die Besucher sicher an die Eingangstür. Genau dort wird die Haustür mit Wandleuchten in Licht getaucht. Diese können die Sitzecke auf der Terrasse warm ausleuchten oder gezielt die Sicherheit rund um das Haus erhöhen. Werden die Garten- und Wandleuchten mit Bewegungsmeldern kombiniert, schalten Sie sich bei Bedarf ein. Dimmbare Außenleuchten lassen sich den Lichtverhältnissen anpassen.

Tipps für die optimale Gartenbeleuchtung

  • Wegeleuchten sorgen für Orientierung. Als Laternen und Poller- oder Sockelleuchten können sie auch die Terrasse mit sparsamen LEDs umranden oder Blumenbeete beleuchten.
  • Leuchtenketten sind kreative Illuminationen für den Carport, die Terrasse und den Balkon. Sie rücken Details in schönes Licht, ohne allerdings zuviel Licht abzugeben.
  • Flutlichter leuchten besonders hell, bei gleichzeitig optimaler Lichtverteilung. Sie sind ideal für die Garagenzufahrt oder das Eingangstor. Auf eine blendfreie Montage muss allerdings immer geachtet werden.
  • Wandleuchten nutzen die Hauswand für schöne Lichteffekte. Sie sorgen für Sicherheit unmittelbar am Haus. Diese können mit Solartechnik oder Batteriebetrieb ausgestattet sein. Außenleuten sind meist permanent im Betrieb. LED Außen-Wandleuchten sind ideal, denn sie brauchen weniger Strom und sie werden nicht so heiß.

Smarte LED Außen-Wandleuchten

Wer bereits im Wohnbereich eine Steuerung für die Smart-Home Beleuchtung nutzt, kann auch die Außenbeleuchtung integrieren. Damit lassen sich die Smart Home Außenlampen einzeln zu- und abschalten. Auch die Helligkeit lässt sich bei diversen Leuchten über die Smart-Fernbedienung anpassen.

Farbtemperatur bei LED-Außenlampen

  • Wegebeleuchtung
    © Александр Беспалый | Warm und hell genug sollte sie sein die Beleuchtung der Wege.
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Der Außenbereich sollte hell, aber nicht wie im Krankenhaus ausgeleuchtet sein. Für ein stimmungsvolles und doch helles Licht eignet sich eine warme Lichtfarbe mit 3.000 bis 3.300 Kelvin. Ein kälteres Neutralweiß hat etwa 4.000 Kelvin. Funktionale Lampen mit kalt-weißer Lichtfarbe (ca. 10.000 Kelvin) werden immer dann eingesetzt, wenn Details klar erkennbar sein sollen; in der Einfahrt, auf Stufen und Wegen können Sie durchaus eine gute Wahl sein.

Blendfreies Licht in der richtigen Höhe

  • Eingangsbeleuchtung
    © MIRROR IMAGE STUDIO | Die optimale Höhe für Wandleuchten liegt etwa bei 3/4 der Türhöhe.
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Die optimale Höhe für Wandleuchten liegt etwa bei 3/4 der Türhöhe. In Blickrichtung sollten die LED Außen-Wandleuchten abgeschirmt sein oder eine warme und nicht zu starke Farbtemperatur aufweisen - denn den Besuch möchte man nicht blenden. Passende Außenleuchten für den Eingangsbereich machen Hausnummer und Türklinke gut sichtbar - sofern diese nicht bereits selbst eine Beleuchtung integrieren.

Sicher ist sicher - der IP-Schutz bei der Gartenbeleuchtung

Bei den Außenleuchten im Nassbereich - auch in der Nähe des Gartenteiches - ist ein spezieller IP-Schutz erforderlich. Da Außenleuchten ganzjährig Wind und Wetter ausgesetzt sind, müssen sie besonderen Sicherheitskriterien genügen. Jederzeit - auch bei längerer Nässe und Kälte - sollen sie sicher und störungsfrei funktionieren. Für die Auswahl von LED Außen-Wandleuchten und anderen Gartenleuchten sind die jeweiligen IP-Schutzarten ("International Protection" bzw. "Ingress Protection") zu berücksichtigen. Alle Leuchten werden nach diesem "Eindringschutz" in die internationalen IP-Schutzklassen eingeteilt.

Geeignete IP-Schutzarten für die Außenbeleuchtung

Jede strombetriebene Beleuchtung im Garten, aber auch die Steckdosenanschlüsse im Freien, sollten mindestens die Schutzklasse IP44 oder höher haben. Die erste Stelle des zweistelligen IP-Codes bezeichnet den Schutz gegen feste Fremdkörper, die zweite Stelle den Schutz gegen Flüssigkeiten. Eine Leuchte mit dem IP-Standard IP23 ist gegen feste Fremdkörper ab 12,5 Millimeter und gegen Sprühwasser bis 60 Grad (von schräg kommend) geschützt. Für die meisten LED Außen-Wandleuchten unter großen Vordächern ist die Schutzklasse IP23 ausreichend. Wegeleuchten müssen mehr Widerstand leisten. Mit der IP44 sind sie gegen Fremdkörper (ab 1 Millimeter) und Spritzwasser geschützt. Bodeneinbauleuchten im Freien sollten zudem staubdicht und für kurzfristiges Untertauchen ausgelegt sein. Für sie ist der IP-Standard IP67 geeignet. Bodeneinbauleuchten unter Vordächern können mit der IP65, die nur gegen Strahlwasser schützt, ausreichend gesichert sein.

Sicher und im Zugriff - die Isolierung der Gartenbeleuchtung

Außensteckdosen und Kabel müssen meist durch das Erdreich verlegt werden. Insbesondere bei Bodenleuchten, aber auch bei der Außenbeleuchtung unter dem Vordach ist eine gute Isolierung der Kabel und Verbindungen wichtig. Zur optimalen Absicherung vor gefährlichem Stromschlag kann in der Unterverteilung zusätzlich noch ein FI-Schutzschalter installiert werden.

Erdkabel werden idealerweise in leere Rohre verlegt. Das ermöglicht ein bequemes Einziehen weiterer Kabel einziehen oder das Entfernen von defekten Kabeln - ohne das Beet oder den Rasen umgraben zu müssen. Für Außenkabel ist eine gute Isolierung entscheidend, um die Erdkabel vor Feuchtigkeit und Dreck zu schützen. Die passenden PVC-isolierten Erdkabel für die Außenbeleuchtung werden mit NYY gekennzeichnet. Sie sind dick Gummi-ummantelt und in unterschiedlichen Längen, Größen und mit mehreren "Adern" erhältlich. Bei Wandleuchten kann auf das Verlegen von Erdkabeln häufig verzichtet werden - zumindest dann, wenn sie mit der Elektroinstallation des Hauses verbunden werden können.

 

Bildquellen:

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