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Staudenbeet anlegen - Rabatten neu gestalten



Der Spätsommer und das Stauden-Pflanzen
- zur Bildreihe© Patrik Stedrak - stock.adobe.com | Die Chrysantheme ist jedem wohlbekannt - wenn schon nicht im Garten, dann als Schnittblume. Aber das…
- © agatchen - stock.adobe.com | Schön anzusehen aber gefährlich - der Herbsteisenhut (Aconitum carmichaelii). Denn alle Bestandteile des…
- © simona - stock.adobe.com | Seltsam anmutend ist die Herbstanemone. Bein Standort sind sie nicht wählerisch und wachsen gleichfalls in…
Für die meisten Stauden ist der Spätsommer der ideale Zeitpunkt für die Umgestaltung. So haben die Pflanzen das Wachstum weitgehend abgeschlossen und vertragen nun den Standortwechsel deutlich besser. Auch der Boden ist jetzt noch warm und die Pflanzen können bis zum Winter gut einwurzeln. Gute Voraussetzungen also, um Stauden zu pflanzen.
Zu den Ausnahmen aber zählen Winteraster (Garten-Chrysantheme), Herbsteisenhut oder Herbstanemone. Diese befinden sich entweder noch mitten im Wachstum oder bereits in der Blüte.
Staudenbeet planen
Bevor ein Staudenbeet angelegt wird, steht immer erst die Planung. Als Standort wird ein sonnig gelegener Platz im Garten gesucht. Ideal eignen sich Randlagen oder Inselbepflanzungen inmitten einer Rasenfläche. Randbeete bieten eine Abgrenzung zum Nachbargrundstück und einen blühenden Sichtschutz. Inselbepflanzungen wirken wiederum durch den umgebenden Rasen besonders dekorativ. Die Bepflanzung richtet sich nach den vorherrschenden Bedingungen und Platzverhältnissen.
Ist ein Platz gefunden, wird zunächst die spätere Beetform mit Holzstöcken markiert. Noch sichtbarer wird die Staudenbeetform, wenn entlang der Stöcke eine Gartenschnur gespannt wird. Auch Sand leistet dabei gute Dienste und macht die Umrisse gut sichtbar.
Nach dem Ausmessen ist die Größe des Staudenbeets bekannt und die Stauden-Pflanzen können beschafft werden. Der Platzbedarf der Pflanzen ist dabei aber immer zu beachten.
Tipp: Wichtige Begriffe rund um das Anlegen eines Staudenbeets sind etwa "Leitstauden", "Begleitpflanzen" und "Bodendecker". Was es damit auf sich hat und wie ein Staudenbeet im Detail geplant wird, zeigt aber ein anderer Artikel.
Vorbereitungen für das Anlegen eines Staudenbeetes
- zur Bildreihe© diybook* | Bei größeren Beeten oder gravierenderen Umgestaltungen lohnt der Einsatz einer Motorfräse. Diese sorgt für ausreichende…
- © diybook* | Nach der Lockerung und Kultivierung (Zerkleinerung großer Erdschollen) wird der Boden mit dem Rechen geebnet.
- © diybook* | Wurzeln und Unkräuter werden penibel aus dem Beet entfernt, denn einmal eingewurzelt, wird man ihnen nicht mehr Herr.
- © diybook* | Zukünftige Gartenwege werden mit der Walze verfestigt, denn nach dem Anlegen des Staudenbeets wird Rasen gesät.
Ist das Beet einmal geplant, kann mit dem Anlegen des Staudenbeets fortgefahren werden. Bevor mit der Bepflanzung begonnen wird, steht die Bodenbearbeitung auf dem Plan.
Hierbei wird die zukünftige Pflanzfläche tiefengelockert. Das bedeutet, dass die Erde 1-2 Spaten tief umgegraben wird. Werden kleine Beete mit Spaten oder Grabegabel umgegraben, empfiehlt sich für größere Pflanzungen der Maschineneinsatz in Form einer Motorfräse.
Grobscholliger Boden wird anschließend mit einem Kultivator zerkleinert und die Fläche mit einem Rechen eingeebnet. Verbliebene Wurzelstücke und Wildkräuter werden anschließend so penibel wie möglich herausgelesen. Speziell Wurzelunkräuter können sich - will man ein Staudenbeet anlegen - bei oberflächlicher Säuberung später zum Problem entwickeln.
Zu guter Letzt wird die das Staudenbeet umgebende, offene Bodenfläche wird mit einer Walze festgewalzt. Später wird auf dieser Fläche Rasensamen eingesät - so können diese Gartenwege später jederzeit betreten werden.
Staudenbeet anlegen
- zur Bildreihe© diybook* | Jetzt geht es darum das Staudenbeet anzulegen. Stehen alle Pflanzen an ihrem zukünftigen Ort und gefällt die Zusammenstellung,…
- © diybook* | Mit der Pflanzkelle wird nun ein Plfanzloch, entsprechend der Größe des Wurzelballens, gegraben...
- © diybook* | ...und die Pflanze wird eingesetzt und mit den Händen angedrückt. Die Oberkante des Topfballens schließt dabei mit der…
Vor dem Einsetzen der Stauden werden die Töpfe auf dem Beet positioniert. Hierbei werden die Wuchshöhen, Blütenfarbe und -zeit sowie die Pflanzabstände berücksichtigt. Die Anordnung vermittelt einen ersten Eindruck, wie das spätere Beet aussehen wird, und auch Korrekturen können noch vorgenommen werden.
Anschließend werden die Pflanzen aus den Töpfen genommen. Trockene Ballen sind vor dem Pflanzen der Stauden im Wasserbad zu tränken. Mit einer Pflanzschaufel wird ein Pflanzloch gegraben und der Wurzelballen eingesetzt. Die Oberkante des Topfballens schließt mit der Bodenoberfläche ab. Lücken am Pflanzloch werden mit Erde verschlossen und mit den Händen angedrückt. Durch den Bodenschluss zwischen Topfballen und Erde können die Pflanzen nach dem Anlegen des Staudenbeets besser einwurzeln.
Sind alle Stauden an ihren Bestimmungsort gepflanzt, stehen die Arbeiten zum Staudenbeet-Anlegen vor ihrem Abschluss, und das Beet wird angegossen. Ratsam ist eine Abdeckung von Mulch zwischen den Pflanzen. Die Auflage aus organischem Material unterdrückt keimendes Unkraut und sorgt durch den natürlichen Zersetzungsprozess für die Nährstoffzufuhr im Boden. Gartenprofis verwenden jedoch kein Rindenmulch, sondern nur weiches Material. Hierzu bietet sich Rückschnitt von Kräutern und Stauden an. Es verrottet zwar schneller, jedoch sind weniger Gerbsäuren enthalten, und es wirkt positiv auf das Bodenleben.
Ergebnis
Es kann nie schaden, sich frühzeitig zu überlegen, ein neues Staudenbeet anzulegen. In den folgenden Wochen kommt es nun vor allem darauf an, das Beet unkrautfrei zu halten und Schnecken sowie andere Schädlinge zu bekämpfen. Dann schaffen es die Pflanzen auch unbeschadet in die Winterruhe.
Bis zur kalten Jahreszeit wurzeln die Stauden rasch ein und etablieren sich an ihrem neuen Standort. Die volle Blütenpracht werden sie jedoch erst im nächsten Jahr preisgeben. Dann aber werden die Mühen reichlich belohnt, die beim Staudenbeet-Anlegen angefallen sind!
- © Patrik Stedrak - stock.adobe.com | Die Chrysantheme ist jedem wohlbekannt - wenn schon nicht im Garten, dann als Schnittblume. Aber das war nicht immer so, denn die aus China stammende Pflanze kam erst im 17. Jahrhundert nach Europa. Die Garten Chrysantheme (Winteraster) ist dabei eine Kreuzung, die selbst in unseren Breiten sehr gut gedeiht.
- © agatchen - stock.adobe.com | Schön anzusehen aber gefährlich - der Herbsteisenhut (Aconitum carmichaelii). Denn alle Bestandteile des Herbsteisenhuts sind giftig, nicht nur die Blüte.
- © simona - stock.adobe.com | Seltsam anmutend ist die Herbstanemone. Bein Standort sind sie nicht wählerisch und wachsen gleichfalls in sonnigen bis schattigen Lagen.
- © diybook* | Die Beetform wird mit Stöcken markiert. Grün unterlegt ist der spätere, mit Rasen begrünte Gartenweg. In diesem Projekt geplant ist, das linke Beet als Staudenbeet anzulegen.
- © diybook* | Bei größeren Beeten oder gravierenderen Umgestaltungen lohnt der Einsatz einer Motorfräse. Diese sorgt für ausreichende Bodenlockerung. Gute Voraussetzungen, um ein Staudenbeet anlegen zu können.
- © diybook* | Nach der Lockerung und Kultivierung (Zerkleinerung großer Erdschollen) wird der Boden mit dem Rechen geebnet.
- © diybook* | Wurzeln und Unkräuter werden penibel aus dem Beet entfernt, denn einmal eingewurzelt, wird man ihnen nicht mehr Herr.
- © diybook* | Zukünftige Gartenwege werden mit der Walze verfestigt, denn nach dem Anlegen des Staudenbeets wird Rasen gesät.
- © diybook* | Jetzt geht es darum das Staudenbeet anzulegen. Stehen alle Pflanzen an ihrem zukünftigen Ort und gefällt die Zusammenstellung, werden die Pflanzen aus ihren Töpfen genommen. Trockene Wurzelballen werden vor dem Pflanzen in einen Eimer Wasser gestellt. Tipp: Beim Stauden-Pflanzen ist unbedingt auf die Pflanzabstände zu achten! Denn eine zu dichte Pflanzung bringt keine zufriedenstellenden Ergebnisse.
- © diybook* | Mit der Pflanzkelle wird nun ein Plfanzloch, entsprechend der Größe des Wurzelballens, gegraben...
- © diybook* | ...und die Pflanze wird eingesetzt und mit den Händen angedrückt. Die Oberkante des Topfballens schließt dabei mit der Bodenoberfläche ab. Durch den Bodenschluss zwischen Topfballen und Erde können die Pflanzen besser einwurzeln. So lässt sich Pflanze für Pflanze das gesamte Staudenbeet anlegen.
- © diybook* | Nach dem Pflanzen und Anlegen des Staudenbeetes wird das Beet angegossen. Das Auslegen von Mulch verhindert Unkrautwachstum und schützt den Boden vor dem Austrocknen.
- © diybook* | Ohne größere Umstände ließ sich das Staudenbeet anlegen. Die Pflanzen haben nun Zeit, bis zum Wintereinbruch tiefe Wurzeln zu schlagen. Die Belohnung für den Gärtner kommt mit der neuen Saison.
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