Sorgenfrei wohnen: So wird das eigene Zuhause einbruchsicher

Türkette blockiert Zutritt von Einbrechern
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Aktualisiert am 26.03.2018
Ein Wohnungseinbruch gehört zu den Erfahrungen, die wohl niemand gerne machen will. Dank moderner Technik und einigen Klassikern im Bereich Einbruchschutz und Sicherheit kann man es ungebetenen Gästen aber doch zumindest schwer machen, in die Privatsphäre einzudringen. Worauf zu achten ist und was jeder selbst unternehmen kann, stellen wir in diesem Überblick vor. So wird das eigene Zuhause einbruchsicher!

So häufig sind Einbrüche

Ein Einbruch in Privatwohnungen oder Wohnhäuser kann schneller passieren, als man vielleicht denkt. Die polizeiliche Kriminalstatistik PKS besagt, dass Einbrüche in Westdeutschland, genauer in Nordrhein-Westfalen, sowie in Berlin, Hamburg und Bremen am häufigsten geschehen. In Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es im Vergleich weniger Fälle (Bezug: Einbrüche pro 100.000 Einwohner).

Allerdings sollte man sich immer bewusst sein, dass es sich dabei nur um Zahlen handelt – und die allein verhindern keinen Einbruch. Tatsächlich schützen kann man sich, indem man die Schwachstellen des eigenen Wohnraums erkennt und entsprechende Maßnahmen trifft.

Kriminalitätsbelastung nach Bundesländern

So verschaffen sich Einbrecher Zutritt

Die Art und Weise, auf die Einbrecher in das Haus bzw. die Wohnung gelangen, überrascht kaum: Fenster und Türen sind die größten Angriffspunkte. Einfamilienhäuser betreten die Diebe oft durch Fenstertüren, wie sie zum Beispiel im Terrassen- oder Balkonbereich zu finden sind, aber auch durch die Eingangstür. Die Schwachstellen von Mehrfamilienhäusern sind hingegen vor allem Fenster(-Türen).

Eine ebenso simple wie gute erste Vorsichtsmaßnahme ist es deshalb, Fenster und Türen stets verschlossen zu halten. Wenn Fenster gekippt sind oder eine Durchgangstür zwischen Wohnung und Garage offenbleibt, sollte immer jemand in der Wohnung sein, auch wenn es sich nur um Minuten handelt. Das gilt übrigens auch tagsüber. Denn entgegen der gängigen Annahme passieren Einbrüche vor allem in der Dämmerung und untertags. Die gute Nachricht für Berufstätige, Weltenbummler und Co.: Es gibt einige Tricks, mit denen Einbrecher abgeschreckt werden können.

Wie kommen Einbrecher ins Haus?

So kann das Zuhause gesichert werden

Jede Wohnung und jedes Haus ist unterschiedlich und hat dementsprechend andere Angriffspunkte. Wer nichts übersehen will, kann von einem Beamten der Kriminalpolizei die Wohnung checken und auf Schwachstellen untersuchen lassen. Sobald man weiß, wo die größten Risiken liegen, kann man mit folgenden Maßnahmen effektiv vorsorgen.

Überwachungssysteme
Alarmanlagen und Kameras sind ein guter Faktor, um Einbrecher abzuschrecken. Schon die mit bloßem Auge sichtbare Überwachung in Form einer Kamera signalisiert, dass die Einwohner auf der Hut sind. Wirklich entschlossene Verbrecher hält das zwar leider nicht ab und stellt oft auch keine große Herausforderung für sie dar. Gelegenheitstäter werden sich einen Einbruch allerdings vermutlich zweimal überlegen.

Zeitgesteuerte Tools
Wo eine Person wohnt, gibt es Licht und Geräusche. Eine praktische Methode zur Abschreckung sind daher zeitgesteuerte Rollläden, Radios und Fernseher. Zudem spielt die Beleuchtung eine wichtige Rolle. Sei es um das Haus herum oder im Wohnbereich: Wenn in scheinbar unbestimmten Abständen das Licht ein- und ausgeschaltet wird, erweckt das den Eindruck, es sei jemand zuhause. Auch ein bei Dämmerung beleuchteter Hauseingang lässt die Wohngegend gleich lebendiger wirken. Einmal abgesehen davon, dass eine passende Eingangsbeleuchtung noch andere Vorteile mit sich bringt, also auch wenn Hausherr und Hausdame zuhause sind.

Trotzdem gilt es anzumerken: Wenn die Bewohner über einen längeren Zeitraum abwesend sind und der Licht- bzw. Geräuschrhythmus immer gleich ist, finden Einbrecher das durch sorgfältiges Beobachten schnell heraus. Den besten Schutz bieten bewegungs- oder zeitgesteuerte Tools also nur, wenn es sich nur um wenige Tage oder ein paar Stunden handelt.

So wird das Zuhause sicher

Einbruchsichere Fenster und Türen
Elektrische Rollläden sind nicht nur mit Zeitsteuerung ein effektiver Einbruchschutz. Sie schirmen in geschlossenem Zustand auch die Fenster gut ab, da sie dank des Motors wie eine kleine Blockade wirken und nicht so leicht nach oben gedrückt werden können. Fenster werden außerdem einbruchsicherer, wenn sie mit Schlössern ausgestattet sind. Die üblichen Pilzkopfzapfen können nicht einfach geräuscharm aufgehebelt werden, sondern erfordern einiges an Aufwand – den der durchschnittliche Einbrecher nicht riskieren will.

Vor allem im Erdgeschoss und im ersten Stock sollten verschließbare Fensterschlösser oder sogar Sicherheitsfenster eingesetzt werden. Letztere haben neben Panzerglas auch einen sehr robusten Rahmen, der nicht durchbohrt werden kann. Wem diese Maßnahmen zu aufwendig sind, der kann sich mit Sicherheitsfolien auf den Fenstern behelfen. Wird das Glas eingeschlagen, bricht es zwar trotzdem, die spezielle Folie hält jedoch die Splitter fest, sodass der Einbrecher nicht direkt in die Wohnung kommt.

Bei den Türen gilt: Ein Querriegelschloss, das tief im Mauerwerk verankert ist, sowie ein trittsicheres Türblatt und ein Türspion sind Faktoren, mit denen man potenzielle Eindringlinge fernhalten kann.

Sichere Verwahrung wichtiger Dokumente
Wer Erbstücke, wertvolle Gegenstände und Dokumente absolut sicher verwahren will, greift klassischerweise auf einen hochwertigen Tresor zurück. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass tatsächlich etwas daraus gestohlen wird, lohnt es sich, eine Liste über den Tresorinhalt zu erstellen und sie an einem anderen Ort (z.B. einem Bankschließfach) zu lagern.

Fazit: Die besten Maßnahmen gegen Einbrüche

Wie eingangs erwähnt, gibt es leider keine Methode, die ausnahmslos jeden Einbruch verhindern kann. Mit Sicherheitsvorkehrungen bei Fenstern, Türen, Geräusch- und Lichtkulisse kann man jedoch zumindest bewirken, dass Verbrecher viel länger brauchen, um ins Haus zu gelangen.

Da Einbrecher im Durchschnitt nach rund 5 Minuten aufgeben, um nicht erwischt zu werden, können die oben aufgelisteten Maßnahmen durchaus entscheidend sein. Bezüglich Einbruchsicherheit lohnt sich natürlich auch ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn, denn sie können zum Beispiel während einer längeren Urlaubsreise nach dem Rechten sehen und wachsam bleiben. Mit einer Kombination aus Sicherheitstechnik und guter Nachbarschaft steht dem erholsamen Schlaf oder einer sorgenfreien Urlaubsreise nichts mehr im Weg!

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