Der Ziergarten im April

Besenheide im Ziergarten anpflanzen
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Aktualisiert am 19.10.2015
Im April ist er meist aus, der Zauber des Winterschlafs. Noch zeigen im Garten zwar nur die ersten Frühjahrsblüher Farbe, jedoch wird sich das in den nächsten Wochen schnell ändern. Mit dem anbrechenden Frühjahr beginnen die Arbeiten im Ziergarten aufs Neue. Dieser Überblick hilft dabei, die wichtigsten Aufgaben im Blick zu behalten. Wir widmen uns dem Ziergarten im April!

Rosen düngen

Sobald der erste frische Austrieb den Ziergarten im April schmückt, sind die alten Rosenstöcke zu düngen. Das Einarbeiten von Hornspänen oder Rosendünger unterstützt das Wachstum und die Blütenbildung der Rosenpflanzen. Je nach empfohlener Dosierung werden die Nährstoffe in die Bodenoberfläche rund um die Pflanze eingegrubbert. Mit dem nächsten Wässern oder Regen werden die Nährstoffe dann direkt zu den Wurzeln transportiert. Und Regen sollte im April ja nicht so lange auf sich warten lassen.

Frühjahrsblüher teilen

Die Zeit der Frühjahrsblüher im Ziergarten naht im April bereits ihrem Ende. Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge wechseln in ihre Ruhephase und sterben oberirdisch ab. Sobald sich das Laub gelb eingefärbt hat, können die Zwiebelgruppen geteilt werden.

Mit einer Grabegabel werden sie vorsichtig ausgehoben. Die Zwiebeln lassen sich nun leicht voneinander lösen und an einem neuen Standort einsetzen. Hierbei sollte allerdings auf die gleiche Pflanztiefe geachtet werden.

Tipp: Eine kleine Markierung oder ein Schild zeigen später an, wo die Frühjahrsblüher verpflanzt wurden. Somit lässt sich ein Beschädigen der Zwiebeln beim Unkraut-Hacken vermeiden.   

Blumenbeete und Zierpflanzen düngen

Im Frühjahr entwickeln die Pflanzen ihr stärkstes Wachstum. Das heißt aber auch, dass sie zu dieser Zeit den größten Anspruch auf Nährstoffe haben. Jedoch stellt nicht jeder Boden eine ausreichend gute Wachstumsgrundlage bereit. Leichte Böden oder Sandböden bieten nicht ausreichend Nahrung und sind auf eine Düngung angewiesen.

Je nach Belieben können mineralische als auch organische Dünger eingesetzt werden. Mineraldünger stellen den Pflanzen recht schnell die Nährstoffe zur Verfügung. Organische Dünger setzen dagegen erst nach und nach ihre Nährstoffe frei.

Einsatz von Spezialdüngern

Rhododendren, Azaleen oder Heidelbeeren gehören zu den kalkfliehenden Pflanzen. Sie fühlen sich in sauren Bodenverhältnissen wohl. Im Zuge der Frühjahrsdüngung lassen sich bei den Pflanzenvertretern zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Spezialdünger versorgen die Pflanzen mit Nährstoffen und senken gleichzeitig den PH-Wert. Die Pflanzen werden auf diese Weise gleichmäßig rundum versorgt.

Montbretien einpflanzen

Montbretien sind farbenfrohe Knollenpflanzen, die ab dem Spätsommer langsam auf den Herbst einstimmen. Obwohl sie mit entsprechenden Schutzmaßnahmen gut den Winter überstehen, werden sie von Gartenbesitzern häufig zur Überwinterung ausgegraben. Da die Knollen im Winterquartier schon treiben, wird das Einpflanzen an einem sonnigen Ort, den der Ziergarten im April schon zur Genüge bieten sollte, nun höchste Zeit.

Buchsbaumhecken flicken und schneiden

Fröste setzen den Buchsbaumhecken im Winter stark zu. Teilweise sterben die Pflanzen ab und es bilden sich so Lücken in der Pflanzung. Das zeitige Frühjahr bietet sich dann an, immergrüne Pflanzen zu verpflanzen und Lücken durch Nachpflanzung wieder zu schließen.

Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Pflanzen derselben Sorte angehören und von der Größe nicht zu klein gewählt werden sollten. Werden diese Hinweise berücksichtigt, lassen sich Buchsbaumhecken einigermaßen einfach flicken.

Sommerblumen per Direktsaat

Sonnenblumen, Schmuckkörbchen oder Spinnenblumen sind beliebte Sommerblumen. Sie werden an warmen sonnigen Frühlingstagen direkt ins Beet gesät. Wird möglichst früh gesät, beginnt die Blütenpracht schon mit Beginn des Sommers. Falls es jedoch noch einmal kalt wird, schützt bereits ein Folienhütchen die Sämlinge vor Erfrierungen.

Wie sich Sommerblumen säen lassen, zeigt unser Artikel Aussaat von Sommerblumen.

Luftwechsel im Winterquartier

Mit steigenden Temperaturen wird die Luft im Winterquartier dick. Regelmäßiges Lüften verbessert nicht nur den Luftaustausch, sondern schützt auch vor Schimmel im Haus und mindert die Gefahr von Blattläusen und Spinnmilben an frischen Trieben.

Lassen es die Temperaturen zu, können die Kübelpflanzen schon im Freien akklimatisiert werden. Bei Frostgefahr werden sie jedoch noch einmal zurück ins Haus geholt.

Besenheide zurückschneiden

Und zum Schluss noch ein Spezialtipp für den Ziergarten im April: Die herbstblühende Besenheide (Calluna) wird ohne Rückschnitt schnell sparrig und sieht nicht mehr wirklich dekorativ aus.

Je nach Pflanze wird sie also um ein Drittel bis zur Hälfte zurückgeschnitten. Von unten erfolgt dann ein neuer frischer Austrieb, der den Pflanzen schließlich doch noch einen gleichmäßigen Wuchs verleiht.

Im April ist er meist aus, der Zauber des Winterschlafs. Noch zeigen im Garten zwar nur die ersten Frühjahrsblüher Farbe, jedoch wird sich das in den nächsten Wochen schnell ändern. Mit dem anbrechenden Frühjahr beginnen die Arbeiten im Ziergarten aufs Neue. Dieser Überblick hilft dabei, die wichtigsten Aufgaben im Blick zu behalten. Wir widmen uns dem Ziergarten im April!
  • Frühjahrsblüher wie Winterlinge teilen
    © diybook* | Sterben Frühjahrsblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge im Ziergarten im April ab, können die Zwiebeln geteilt und an einem neuen Standort eingepflanzt werden.
  • Montbretien-Knolle in den Garten pflanzen
    © diybook* | Auch wenn es nicht immer nötig ist, wird die Montbretien-Knolle im Winter oftmals ausgegraben. Da sie aber im Frühjahr schnell treibt, wird im April höchste Zeit, sie wieder einzupflanzen.
  • Buchsbaumhecke flicken
    © diybook* | Der Frost hat so manche Bresche in die Buchsbaumhecke geschlagen. Durch Nachpflanzung lässt sich das aber gut beheben. Allerdings ist darauf zu achten, dass die neuen Pflanzen derselben Sorte angehören.
  • Sommerblumen per Direktsaat ausbringen
    © diybook* | Zeigt sich der April sonnig, können Sommerblumen schon frühzeitig ausgesät werden. Ihre farbenfrohe Blütenpracht ist dann schon gleich zu Sommerbeginn zu genießen.
  • Besenheide zurückschneiden
    © diybook* | Damit die Besenheide nicht allzu wild wuchert, wird sie um ein bedeutendes Stück zurückgeschnitten. Der frische Austrieb sorgt dann für einen gleichmäßigeren Bewuchs.
  • Besenheide in den Garten pflanzen
    © diybook* | Mit dem Pflanzen von Besenheide lassen sich bereits im Frühjahr feine Akzente für den Herbst setzen. Gelegentlich erfordern die Arbeiten für den Ziergarten im April weit vorausschauendes Denken, um zu den besten Ergebnissen zu gelangen.
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