Kantenschutz anbringen, Kantenschutzprofil spachteln

Kantenschutz anbringen bzw. einkleben
4.65
Schwierigkeit: 
Kosten: 
Zeit: 
Aktualisiert am 19.10.2015
Kanten haben einen großen Nachteil: Sie sind keine mehr, wenn man ihnen zu derb zu nahe kommt. Dabei bedarf es nicht einmal großer Gewalteinwirkung, um die Ecke einer Wand, aus Gipskarton oder einfachem Putz, zu zerstören. Um dem vorzubeugen, sind Kantenschutzprofile eine relativ einfache und kostengünstige Option. Diese Schritt-für-Schritt Anleitung soll dabei helfen aus jeder Kante eine dauerhaft echte Kante zu machen. Aber keine Sorge, denn ein Kantenschutzprofil spachteln kann selbst der ungeübte Heimwerker ohne Probleme.
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Vorbereitungen für das Anbringen des Kantenschutzes

  • Kleber ansetzen
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    © diybook | Um einen Kantenschutz an der Wand anzubringen wird zuallererst "Kleber" benötigt. Dabei handelt es sich genau…
  • Kleber anrühren
    © diybook | Die nötige Konsistenz kann mit Hilfe eines Rührstabs für die Bohrmaschine erreicht werden. Das geht in jedem Fall schneller als…
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Um einen Kantenschutz anzubringen muss zuallererst Kleber angesetzt werden. "Kleber" ist im Grunde ungenau, denn ein Kantenschutz wird in der Regel nicht mit einem Klebstoff, sondern einer schnell trocknenden Spachtelmasse angebracht.

Diese wird üblicherweise bis knapp unter die Wasseroberfläche in kaltes Wasser eingestreut und mit einem Kellenspachtel oder einem Rührstab für die Bohrmaschine in Konsistenz gebracht. Es gilt zu beachten, dass die Spachtelmasse nicht zu dünn ist und gut verrührt wurde, denn Klumpen sollten beim Spachteln immer vermieden werden. Am besten gelingt dies natürlich mit dem Rührstab.

Kantenschutzprofil abmessen und zuschneiden

  • Kantenschutzprofil abmessen und zuschneiden
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    © diybook | Zum Messen, Anzeichnen und Abschneiden wird ausnahmsweise mal kein Maßband benötigt. Ein Ende des Kantenschutzprofils wird…
  • Kantenschutzprofil zuschneiden
    © diybook | Auf spezielle Blechscheren kann zumindest beim Hobbyheimwerker verzichtet werden. Sauberes Abtrennen ist aber wichtig. Grate…
  • Kantenschutzprofil kontrollieren
    © diybook | Um böse Überraschungen zu vermeiden wird vor dem Anbringen und Einkleben des Kantenschutzes die Profillänge nochmals überprüft.
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Um das Kantenschutzprofil abzulängen muss der Zollstock nicht extra ausgebuddelt werden. Der Kantenschutz wird ganz einfach an die jeweilige Ecke der Wand angehalten, abgemessen, angezeichnet oder direkt abgeschnitten.

Ein Ende des Kantenschutzprofils wird in diesem Fall komplett in die Ecke gedrückt während das andere einige Zentimeter überstehen gelassen wird. Der Überstand ist notwendig, da dieses Fenster in einer Säule endet.

Treffen Kantenschutzprofile von mehreren Seiten aneinander, wie eben am Fenstersturz, werden die diese nicht auf Gehrung geschnitten. Eine breitere und festere Einarbeitung der Kantenschutzprofile wird daruch ermöglicht.

Um allerdings bösen Überraschungen vorzubeugen ist es ratsam, die Profillänge vor dem Anbringen des Kantenschutzes nochmals zu kontrollieren.

Tipp: Kantenschutzprofile können kann auch mit Hilfe einer scharfen Gartenschere geschnitten werden. Auf spezielle Blechscheren kann zumindest beim Hobbyheimwerker verzichtet werden. Sauberes Abtrennen ist aber wichtig. Grate oder Ähnliches müssen daher immer vermieden werden.

Kleber auftragen und Kantenschutzprofil anbringen

  • Spachtelmasse auftragen
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    © diybook | Die schnell trocknende Spachtelmasse wird, mit einem Breitenspachtel, an beiden Seiten der Kante aufgetragen. Weniger ist mehr…
  • Kantenschutz anbringen
    © diybook | Im Anschluss wird das Kantenschutzprofil fest in das Kleberbett gedrückt. Überschüssige Spachtelmasse tritt dabei, durch die…
  • Kantenschutzprofil grob verspachteln
    © diybook | Nachdem Einkleben des Kantenschutzprofils wird dieses mit der überschüssigen Masse grob verspachtelt. Dabei werden auch die…
  • Kantenschutz verspachteln
    © diybook | Nach einer kurzen Trocknungszeit wird mit einem Flächenspachtel weitere Spachtelmasse aufgetragen und diese gleichmäßig…
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Für das Anbringen des Kantenschutzprofils wird nun der Kleber zu beiden Seiten der Kante aufgetragen. Dies geschieht am einfachsten indem dieser, mit einem Flächenspachtel, an der Ecke abgestreift wird. Ein normaler Spachtel ist ebenso geeignet, aber der Flächenspachtel wird später ohnehin benötigt.

Tipp: Sein Sie beim Auftragen aber nicht zu sparsam! Weniger ist mehr zählt hier nicht.

Das Kantenschutzprofil wird nach dem Auftragen der Spachtelmasse an der Ecke angesetzt und fest in das Kleber- bzw. Spachtelbett eingedrückt. Die überschüssige Masse tritt dabei selbstständig hervor und wird in weitere Folge zum weiteren Spachteln genutzt.

Grob verspachtelt ist das Kantenschutzprofil aber auf den ersten Blick schon nicht mehr zu erkennen. 

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Löcher des Kantenschutzprofils vollständig geschlossen sind und  dass alles plan ist! Dadurch ersparen Sie sich späteres Abschleifen.

Kantenschutzprofil verspachteln

  • Vor dem Streichen
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    © diybook | Der Kantenschutz ist verspachtelt und die Kante nahezu perfekt. Fehlt noch die Farbe zum krönenden Abschluss.
  • Das Ergebnis nach dem Streichen
    © diybook | Kantenschutz anbringen - Das Ergebnis nach dem Streichen: Perfekte Kanten die ohne Kantenschutz Profile nicht zu realisieren…
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Nachdem das Kantenschutzprofil eingeklebt und kurz angetrocknet ist, geht es an das eigentliche Spachteln. Mit einem Flächenspachtel wird so breit wie möglich Spachtelmasse aufgetragen und abgezogen. Ziehen Sie dazu die Spachtel in flachem Winkel und mäßigem Druck über das Kantenschutzprofil und der Wand.

Je breiter die Spachtelmasse aufgetragen und abgezogen wird, desto fließender und glatter ist der Übergang zwischen dem Kantenschutzprofil und Wand. Der Kantenschutz als solches ist jetzt nicht mehr zu erkennen.

Tipp: Sollten Sie Probleme haben, eine genaue Ecke zu formen, weil minimale Reste von Spachtelmasse immer wieder überstehen, können Sie diese mit einem leicht angefeuchteten Pinsel entfernen. Der nasse Pinsel nimmt die kleinen Überschüsse auf.

Nach kompletter Trocknung können nun Wand oder Fenstersturz gestrichen und die perfekten Kanten bestaunt werden. Ohne Kantenschutzprofil wären solche Kanten selbst vom Profi nicht zu realisieren. Das sieht gut aus, und schützt obendrein!

Kanten haben einen großen Nachteil: Sie sind keine mehr, wenn man ihnen zu derb zu nahe kommt. Dabei bedarf es nicht einmal großer Gewalteinwirkung, um die Ecke einer Wand, aus Gipskarton oder einfachem Putz, zu zerstören. Um dem vorzubeugen, sind Kantenschutzprofile eine relativ einfache und kostengünstige Option. Diese Schritt-für-Schritt Anleitung soll dabei helfen aus jeder Kante eine dauerhaft echte Kante zu machen. Aber keine Sorge, denn ein Kantenschutzprofil spachteln kann selbst der ungeübte Heimwerker ohne Probleme.
  • Kleber ansetzen
    © diybook | Um einen Kantenschutz an der Wand anzubringen wird zuallererst "Kleber" benötigt. Dabei handelt es sich genau genommen aber um eine schnell trocknende Spachtelmasse. Zum Anrühren wird diese in der Regel bis knapp unter die Wasseroberfläche in einen Eimer eingestreut und gut verrührt.
  • Kleber anrühren
    © diybook | Die nötige Konsistenz kann mit Hilfe eines Rührstabs für die Bohrmaschine erreicht werden. Das geht in jedem Fall schneller als mit Kelle und Muskelkraft - auch die Vermischung passt.
  • Kantenschutzprofil abmessen und zuschneiden
    © diybook | Zum Messen, Anzeichnen und Abschneiden wird ausnahmsweise mal kein Maßband benötigt. Ein Ende des Kantenschutzprofils wird komplett in die Ecke gedrückt, das andere einige Zentimeter überstehen gelassen. Der Überstand ist aber nur notwendig da dieses Fenster in einer Säule endet.
  • Kantenschutzprofil zuschneiden
    © diybook | Auf spezielle Blechscheren kann zumindest beim Hobbyheimwerker verzichtet werden. Sauberes Abtrennen ist aber wichtig. Grate oder Ähnliches müssen daher immer vermieden werden.
  • Kantenschutzprofil kontrollieren
    © diybook | Um böse Überraschungen zu vermeiden wird vor dem Anbringen und Einkleben des Kantenschutzes die Profillänge nochmals überprüft.
  • Spachtelmasse auftragen
    © diybook | Die schnell trocknende Spachtelmasse wird, mit einem Breitenspachtel, an beiden Seiten der Kante aufgetragen. Weniger ist mehr gilt hierbei nicht, da die überschüssige Masse zum weiteren Spachteln verwendet wird.
  • Kantenschutz anbringen
    © diybook | Im Anschluss wird das Kantenschutzprofil fest in das Kleberbett gedrückt. Überschüssige Spachtelmasse tritt dabei, durch die Löcher des Kantenschutzes, selbständig hervor.
  • Kantenschutzprofil grob verspachteln
    © diybook | Nachdem Einkleben des Kantenschutzprofils wird dieses mit der überschüssigen Masse grob verspachtelt. Dabei werden auch die Löcher des Kantenschutzprofils verschlossen so dass es auf den ersten Blick schon nicht mehr zu erkennen ist.
  • Kantenschutz verspachteln
    © diybook | Nach einer kurzen Trocknungszeit wird mit einem Flächenspachtel weitere Spachtelmasse aufgetragen und diese gleichmäßig abgezogen. Je breiter verspachtelt wird, desto fließender und glatter gelingt der Übergang zwischen dem Kantenschutzprofil und der Wand.
  • Vor dem Streichen
    © diybook | Der Kantenschutz ist verspachtelt und die Kante nahezu perfekt. Fehlt noch die Farbe zum krönenden Abschluss.
  • Das Ergebnis nach dem Streichen
    © diybook | Kantenschutz anbringen - Das Ergebnis nach dem Streichen: Perfekte Kanten die ohne Kantenschutz Profile nicht zu realisieren wären. Sieht doch gut aus!
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Kanten haben einen großen Nachteil: Ohne Kantenschutzprofile sind sie bald keine Kanten mehr, wenn man ihnen derb zu nahe kommt. Dabei bedarf es nicht einmal großer Gewalteinwirkung. Schnell ist die Ecke einer Wand aus Gipskarton oder einfachem Putz zerstört. Zur Vorbeugung sind Kantenschutzprofile eine relativ einfache und kostengünstige Option. Diese Schritt-für-Schritt-Video-Anleitung hilft dabei, durch Kantenschutzprofile aus jeder Kante eine dauerhaft echte Kante zu machen. Und keine Sorge, denn Kantenschutzprofile können selbst ungeübte Heimwerker ohne Probleme anbringen.

Kanten haben einen großen Nachteil: Sie sind keine mehr, wenn man ihnen zu derb zu nahe kommt. Dabei bedarf es nicht einmal großer Gewalteinwirkung, um die Ecke einer Wand, aus Gipskarton oder einfachem Putz, zu zerstören. Um dem vorzubeugen, sind Kantenschutzprofile eine relativ einfache und kostengünstige Option. Diese Schritt-für-Schritt Anleitung soll dabei helfen aus jeder Kante eine dauerhaft echte Kante zu machen. Aber keine Sorge, denn ein Kantenschutzprofil spachteln kann selbst der ungeübte Heimwerker ohne Probleme.
Werkzeuge: 
Spachtel
Spachtel
Ein Spachtel ist wohl der Klassiker in der Werkzeugkiste eines jeden Profi- und Hobby-Handwerkers. Mit einem Spachtel lassen sich nicht nur unterschiedlichste Spachtelarbeiten durchführen.
Rührstab
Rührstab
Mit einem Rührstab ist nicht das Küchengerät für leckere Cremesuppen gemeint, sondern ein spezieller Aufsatz für die Bohrmaschine. Durch die hohe Umdrehung der Bohrmaschine und die Form des Rührstabes lassen sich Spachtelmasse und diverse Kleber schnell und einfach herstellen.
Schlagbohrmaschine (Bohrmaschine)
Schlagbohrmaschine (Bohrmaschine)
Eine Schlagbohrmaschine gehört zur Grundausstattung aller Heimwerker, die gelegentlich in Mauerwerk oder anderen festen Materialien bohren wollen. Da sich das Schlagwerk abschalten lässt, kann die Schlagbohrmaschine universell für alle Bohrarbeiten eingesetzt werden.
Blechschere
Blechschere
Die Blechschere ist eine Schere für ganz besonders harte Fälle. Mit ihr lassen sich nicht nur Bleche, sondern auch alle möglichen Kunststoffe und andere weiche Materialien schneiden.
Baueimer (Baukübel)
Baueimer (Baukübel)
Was wäre ein Heimwerker ohne seinen Baueimer? Tatsächlich erweist sich ein Eimer bei verschiedenen Arbeiten in Haus und Garten als unverzichtbarer Begleiter.
Materialien: 
Spachtelmasse, Innenspachtelmasse
Spachtelmasse, Innenspachtelmasse
Da soll das Wohnzimmer schön renoviert werden und die ganze Familie hilft mit, die alten Tapeten zu entfernen. Und anschließend? Vor dem erneuten Tapezieren haben die Götter erst einmal die Arbeiten mit Innenspachtelmasse gesetzt.
Putzprofil
Putzprofil
Putzprofile sind im Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch beim Malen haben Putzprofile eine ganz besondere Bedeutung. Nicht immer ist der Untergrund optimal für das Malen vorbereitet, sodass das Anbringen von Putzprofilen unbedingt notwendig ist.
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Kommentare

Wir benutzen beim verspachteln der Kantenschutzprofile zusätzlich Gewebestreifen

Danke für diesen Hinweis. Beim Trockenausbau sind wir der selben Meinung. Denn dann können, je nachdem wie sauber die Platten abgelängt wurden, entlang der Profile sehr leicht Risse auftreten. Bei massiven Wänden kommt es stark auf en Zustand der Mauern an. Es schadet aber in keinem Fall.

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