Dübelarten - Welcher Dübel für welche Wand?

Dübelarten - Welcher Dübel für welche Wand - Headerbild
4.75
Aktualisiert am 04.08.2015
Dübel ist gleich Dübel? Weit gefehlt, denn die Liste der verschiedenen Dübelarten ist lang, sogar sehr lang! So gibt es etwa Allzweckdübel, Spreizdübel, Spiraldübel, Rahmendübel, Dämmstoffdübel, Porenbetondübel, Federklappdübel, Schwerlastdübel, Nageldübel, Hohlraumdübel und noch viele mehr. Wie behält man bei so vielen Dübelarten den Durchblick? Und wie erkennt man, welcher Dübel für welche Wand geeignet ist? Keine Sorge, denn dieser Artikel gibt einen Überblick über die gebräuchlichsten Dübel.

Dübel und Ihre Einteilung in Dübelarten

Der Einfachheit halber teilen wir die Dübel in drei verschiedene Arten, nämlich Standarddübel, Hohlraumdübel und Spezialdübel, und beschreiben hier die wichtigsten Vertreter. Wir gehen dabei auf den jeweiligen Verwendungszweck des Dübels ein, um erkennbar zu machen, welcher Dübel in welcher Wand den optimalen Halt findet. Detaillierte Informationen über eine ganz bestimmte Dübelart können in den jeweils verlinkten Materialartikeln zu jedem Dübel nachgelesen werden.

Der Standarddübel

  • Spreizdübel
    zur Bildreihe
    © diybook | Ein kleiner Spreizdübel, wie er oft als Montagematerial beiliegt. Da muss der Untergrund stimmen, damit der Dübel richtig gut…
  • Allzweckdübel
    © diybook | Ein Alleskönner unter allen Dübelarten. Allzweckdübel können so gut wie immer empfohlen und eingesetzt werden.
<>

Spreizdübel

Der wohl bekannteste und wichtigste Vertreter der Standarddübel ist der Spreizdübel. Zwar wird dieser immer noch als Standard-Montagematerial beigelegt, wirklich gebraucht wird er allerdings nur mehr sehr selten. Durch die heute sehr weit verbreitete Leichtbauweise findet dieser Dübel in der Wand kaum einen Halt. 

Spreizdübel haben ihren Namen von der Technik beim Hineindrehen der Schrauben: Die länglichen Stifte spannen sich wie ein Regenschirm und sorgen so für festen Halt. Dank dieses Prinzips eignen sich Spreizdübel für solide Verankerungen in Beton und Vollsteinen.

Allzweckdübel

In der Einsetzbarkeit abgelöst wurde der früher so oft benötigte Spreizdübel durch den sogenannten Allzweckdübel. Allzweckdübel sind die Alleskönner unter den Dübeln. Sie eignen sich dank ihrer Formenvielfalt für all jene Installationen, bei denen keine besonders schweren Lasten montiert werden müssen. Für den Alltag also perfekt.

Sie finden in fast allen Untergründen wie Beton, Vollziegel, Hohlziegel, Holz, Spanplatten oder Leichtbauwänden, mit Ausnahme von Porenbeton und Dämmstoffen, Halt. Allzweckdübel sind also die erste Wahl bei allen „gängigen“ Installationen.

Der Hohlraumdübel

  • Metall-Hohlraumdübel
    zur Bildreihe
    © diybook | Der Metall-Hohlraumdübel kann sowohl mit einem Schraubendreher als auch einer Hohlraumdübelzange montiert werden.
  • Federklappdübel
    © diybook | Federklappdübel wurden entwickelt, um in besonders engen Hohlräumen entsprechenden Halt zu gewährleisten.
<>

Metallhohlraumdübel

Durch die heute weit verbreitete Leichtbauweise sind auch die Hohlraumdübel gar nicht mehr aus unseren Werkzeugkoffern wegzudenken. Für moderat schwere Bauteile reichen Allzweckdübel in der Regel aus. Aber womit sollen schwerere Bauteile wie wuchtige Holzregale, Metallkonstruktionen oder gar Plasmafernseher an einer Wand montiert werden? Für diese Fälle sollte zu Spezialdübeln wie etwa den Metall-Hohlraumdübeln gegriffen werden. Diese Dübel eignen sich für alle Gips- oder Spanplatten an Wänden und Decken.

Federklappdübel

Eine jeweils spezielle Form des Hohlraumdübels bringt der Federklappdübel. So gibt es Vertreter mit Haken, zum Beispiel für die Montage von hängenden Blumentöpfen, aber auch Schwergewichte, um ganze Waschbecken montieren zu können. Dieser Dübel hat sehr breit gefächerte Anwendungsmöglichkeiten, auch wenn die einzelne Anwendung eher speziell ist.

 

Die Spezialdübel

  • Dämmstoffdübel
    zur Bildreihe
    © diybook | Spezialisierte Dübelarten wie der Dämmstoffdübel geben Lampen, Bewegungsmeldern und Briefkästen Halt an Fassaden.
  • Porenbetondübel
    © diybook | Der Porenbetondübel. Der Name ist Programm. In Porenbeton lassen sich damit Gardinenschienen oder leichte Wandregale montieren.
  • Rahmendübel
    © diybook | Rahmendübel eignen sich besonders für die Durchsteckmontage und sind die richtige Wahl bei Türrahmen, Fenstern und…
  • Spiraldübel
    © diybook | Spiraldübel finden vor allem bei Rigipsplatten und Hohlraumwänden Verwendung und sind ideal zum Aufhängen von Bildern, Uhren,…
  • Nageldübel
    © diybook | Nageldübel werden nicht geschraubt, sondern genagelt, und eignen sich perfekt für die Schnellmontage von geringen Lasten wie…
  • Schwerlastanker
    © diybook | Der Schwerlastanker mit Schraubenkopf verspricht sicheren Halt trotz großer Last und ist die richtige Dübelart für wirklich…
<>

Dämmstoffdübel

Nicht so oft benutzt, aber überaus wertvoll sind Dämmstoffdübel. Das einfache Montieren von Gegenständen an Fassaden würde ohne diese praktische Dübelart nicht gelingen.

Porenbetondübel

Porenbetondübel sind speziell für diesen Werkstoff entwickelte Dübel. Normale Dübel finden in Wänden aus Porenbeton oder Gasbeton keinen Halt.

Rahmendübel

Rahmendübel sorgen mit ihrem langen Schaft dafür, dass schwere, massive Bauteile auch an dicken Wänden mit hohem Durchmesser entsprechenden Halt finden. Sie stellen die ideale Wahl für die Durchsteckmontage dar.

Spiraldübel

Spiraldübel sind eine Mischung zweier Dübelarten, nämlich den Hohlwanddübeln und den Dämmstoffdübeln. Der Name stammt von dem charakteristischen Spiralgewinde, das auch für den nötigen Halt in Gipskarton und Dämmmaterial verantwortlich ist.

Nageldübel

Diese Dübel sind für die besonders schnelle Montage von Werkstücken oder Konstruktionsrahmen an der Wand, der Decke oder dem Fußboden geeignet. Vorwiegend finden Nageldübel bei der Montage von Leichtbauwänden Verwendung.

Schwerlastdübel

Der Name Schwerlastdübel sagt bereits alles. Wenn es richtig schwer wird, dann helfen diese Vertreter. Es gibt die verschiedensten Arten dieser Dübel - entweder als Bolzen, Anker oder Nägel. Vorgesehen sind sie alle für die wirklich anspruchsvollen Aufgaben, wie zum Beispiel die Montage von Treppen und Geländern.

 

Dübelarten - Die richtige Wahl zählt

Dübel ist also nicht gleich Dübel - weder in Form und Farbe, noch in Zweck und Stabilität. Die Welt der Dübel ist sehr vielfältig, und nicht ein jeder Dübel hält in jeder Wand. Es ist daher besonders wichtig, immer den richtigen Dübel aus der Vielzahl verschiedener Dübel auszuwählen. Immerhin sollen die montierten Gegenstände an Ort und Stelle verbleiben. Ein von der Wand herabfallendes Bild mag in manchen Fällen sogar lustig erscheinen - der Spaß hört allerdings spätestens dann auf, wenn das Ausmaß des Schadens steigt oder sogar das eigene Leben bedroht ist.

Dübel ist gleich Dübel? Weit gefehlt, denn die Liste der verschiedenen Dübelarten ist lang, sogar sehr lang! So gibt es etwa Allzweckdübel, Spreizdübel, Spiraldübel, Rahmendübel, Dämmstoffdübel, Porenbetondübel, Federklappdübel, Schwerlastdübel, Nageldübel, Hohlraumdübel und noch viele mehr. Wie behält man bei so vielen Dübelarten den Durchblick? Und wie erkennt man, welcher Dübel für welche Wand geeignet ist? Keine Sorge, denn dieser Artikel gibt einen Überblick über die gebräuchlichsten Dübel.
  • Spreizdübel
    © diybook | Ein kleiner Spreizdübel, wie er oft als Montagematerial beiliegt. Da muss der Untergrund stimmen, damit der Dübel richtig gut Halt finden kann.
  • Allzweckdübel
    © diybook | Ein Alleskönner unter allen Dübelarten. Allzweckdübel können so gut wie immer empfohlen und eingesetzt werden.
  • Metall-Hohlraumdübel
    © diybook | Der Metall-Hohlraumdübel kann sowohl mit einem Schraubendreher als auch einer Hohlraumdübelzange montiert werden.
  • Federklappdübel
    © diybook | Federklappdübel wurden entwickelt, um in besonders engen Hohlräumen entsprechenden Halt zu gewährleisten.
  • Dämmstoffdübel
    © diybook | Spezialisierte Dübelarten wie der Dämmstoffdübel geben Lampen, Bewegungsmeldern und Briefkästen Halt an Fassaden.
  • Porenbetondübel
    © diybook | Der Porenbetondübel. Der Name ist Programm. In Porenbeton lassen sich damit Gardinenschienen oder leichte Wandregale montieren.
  • Rahmendübel
    © diybook | Rahmendübel eignen sich besonders für die Durchsteckmontage und sind die richtige Wahl bei Türrahmen, Fenstern und Unterkonstruktionen.
  • Spiraldübel
    © diybook | Spiraldübel finden vor allem bei Rigipsplatten und Hohlraumwänden Verwendung und sind ideal zum Aufhängen von Bildern, Uhren, uvm.
  • Nageldübel
    © diybook | Nageldübel werden nicht geschraubt, sondern genagelt, und eignen sich perfekt für die Schnellmontage von geringen Lasten wie Rohrschellen.
  • Schwerlastanker
    © diybook | Der Schwerlastanker mit Schraubenkopf verspricht sicheren Halt trotz großer Last und ist die richtige Dübelart für wirklich schwere Sachen.
<>
Dübel ist gleich Dübel? Weit gefehlt, denn die Liste der verschiedenen Dübelarten ist lang, sogar sehr lang! So gibt es etwa Allzweckdübel, Spreizdübel, Spiraldübel, Rahmendübel, Dämmstoffdübel, Porenbetondübel, Federklappdübel, Schwerlastdübel, Nageldübel, Hohlraumdübel und noch viele mehr. Wie behält man bei so vielen Dübelarten den Durchblick? Und wie erkennt man, welcher Dübel für welche Wand geeignet ist? Keine Sorge, denn dieser Artikel gibt einen Überblick über die gebräuchlichsten Dübel.
Werkzeuge: 
Hohlraumdübelzange
Hohlraumdübelzange
Fehlt das richtige Werkzeug, macht Heimwerken nur halb so viel Spass. Damit Hohlraumdübel aus Metall sicher, richtig und schnell montiert werden können, gibt es ein spezielles Werkzeug - die Hohlraumdübelzange.
Materialien: 
Dämmstoffdübel
Dämmstoffdübel
Nie mehr im Dunkeln über den Gartenschlauch stolpern – dank einem Bewegungsmelder für die Außenbeleuchtung ist dies kein Problem. Und montiert wieder der Bewegungsmelder am besten im Isoliermaterial in der Außenwand – mit einem Dämmstoffdübel.
Federklappdübel
Federklappdübel
Federklappdübel wurden entwickelt, um in besonders engen Hohlräumen entsprechenden Halt zu gewährleisten. Dies ist bei Decken, schmalen Wänden und Außenwandbauten der Fall. Sie haben eine eigenwillige Form, die sich von anderen Dübelarten unterscheidet.
Allzweckdübel
Allzweckdübel
Sie wollen etwas auf die Schnelle an der Wand befestigen, ohne ewig nach dem passenden Dübel zu suchen? In vielen Fällen reichen Allzweckdübel! Wie der Name schon sagt, stellen Allzweckdübel die Alleskönner unter den Dübeln dar.
Metall-Hohlraumdübel
Metall-Hohlraumdübel
Sie wollen etwas Schweres an einer Hohlwand befestigen? Vielleicht einen Plasma-Flachbildfernseher oder ein wuchtiges Holzregal? Dann sind Metall-Hohlraumdübel wahrscheinlich mehr als einen Blick wert.
Nageldübel
Nageldübel
Wenn es besonders schnell und unkompliziert gehen soll, stellen Nageldübel die erste Wahl dar: Sie werden einfach mit einem Hammer in das Bohrloch eingeschlagen. Das spart Zeit bei großflächigeren Anwendungen wie dem Befestigen von Rohrschellen oder Leitungen.
Porenbetondübel
Porenbetondübel
Der Name ist Programm. In Porenbeton lassen sich damit Gardinenschienen oder leichte Wandregale montieren, genauso wie Holz- oder Metallkonstruktionen. Bei entsprechendem Untergrund eignen sie sich im Außenbereich für kleinere Bauteile wie Briefkästen oder Schellen für Regenrinnen.
Schwerlastdübel
Schwerlastdübel
Neben leichten Bauteilen wollen manchmal auch richtig schwere Brocken an der Wand befestigt werden: Wenn es um die Montage von schweren TV-Geräten, wuchtigen Wandschränken und -regalen geht, bleibt nur der Griff zu Schwerlastdübeln.
Spiraldübel
Spiraldübel
Zwar sehen Spiraldübel aus wie Spiralnudel, sind vom Geschmack her aber nicht vergleichbar. Dafür halten sie verlässlich bei Rigipsplatten, Hohl- und Außenwandbefestigungen mit Isoliermaterial und bei weicheren Oberflächenmaterialien wie Styropor.
Spreizdübel
Spreizdübel
Der Spreizdübel verdankt seine Bezeichnung der gleichnamigen Technik: Beim Hineindrehen der Schrauben spreizen sich seine Außenrippen und sorgen für eine solide Verankerung im Mauerwerk, ähnlich einem Regenschirm.
Danke fürs Bewerten 
Bitte bewerte den Artikel und unterstütze uns indem Du den Artikel mit Deinen Freunden teilst.

Verwandte Anleitungen

Kommentare

Hallo, gut erklärt, aber ich frage mich, was man sich unter "keine besonders schweren Lasten"
und "moderat schwere Bauteile". Für den Einen sind 5 kg schon schwer, der Andere findet 50 kg noch moderat. Hier sollte auf die Gewichte eingegangen werden und eindeutig geschrieben, was man unter leicht und schwer zu verstehen hat.

Hallo Franz, danke für Dein Feedback. Wir werden versuchen das ein wenig zu präzisieren. Leider  gelten diese Zahlen dann nicht in jedem Fall, da die Dübelhersteller oftmals abweichende Angaben machen. Aber es stimmt, konkrete Zahlen würden eine Orientierung geben. Beste Grüße

Gerade bei Rigipsplatten gibt es noch extreme Unterschiede die von dünn und relativ instabil bis hin zu dickeren reichen die auch faserverstärkt bis hin zu wasserfest reichen und extrem stabil sein können. Muß man beachten! Für den Aufbau meiner Werkstatt nabe ich ein wenig gemogelt und an Stellen bei denen fest stand das da Regale oder anderes schwereres befestigt werden soll, habe ich die Rigipsplatten im Vorfeld mit querverleimten Holzplatten von hinten verstärkt. Da konnte ich mir komplett Dübel ersparen und Schrauben direkt durch den Rigips ins Holz dahinter schrauben. Man muß nur die dicke der Rigipsplatte berücksichtigen das die Schrauben lang genug sind um weit genug ins Holz dahinter zu kommen.

Hallo Frank, das ist in der Tat praktisch und wird oft gemacht wenn schwerere Gegenstände daran aufgehängt werden. Hast Du die Holzplatten mit dem Ständerwerk verbunden, oder nur auf die Gipskartonplatten aufgebracht? Beste Grüße

In meinem Fall bestand keine Verbindung zum Ständerwerk da es für meine Zwecke absolut ausreichte. Für wirklich extrem schwere Dinge würde ich eine feste Wand bevorzugen oder Lastträger die noch mit dem Boden oder zusätzlich mit der Decke verbunden sind. Kommt eben ganz auf den Verwendungszweck an.

Hi,
meine Garage ist mit 24er HBL/LM gebaut. Was das genau ist, weiß ich nicht, die Baufirma ist pleite. Ich will jetzt Aufhängungen für Winterreifen an der Wand anbringen und bin bzgl. der Dübel unsicher. Schätze, dass nicht mehr als - 20 kg Last anfallen.

Hallo Bernd, es handelt sich bei dieser Ausführung um Leichtbetonsteine. Die wurden in diesem  Fall (HBL) mit Blähtonkügelchen produziert. Die Last sollten sie je nach Befestigung ohne weiteres tragen können. Mach sicherheitshalber einfach mal eine Probebohrung um die Beschaffenheit der Steine zu prüfen. Dann weiß man ob das auch wirklich so stimmt und kann dann die beste Dübelwahl treffen.  Viele Grüße

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
CAPTCHA
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.