Gipskarton streichen - Trockenbaufarbe im Einsatz

Maler mit Walze beim Streichen von Gipskarton
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Schwierigkeit: 
Kosten: 
Zeit: 
Aktualisiert am 30.08.2017
Sind die Trockenbauwände einmal errichtet und ist auch das große Spachteln abgeschlossen, wird es Zeit für den ersten Anstrich. Normalerweise wird Gipskarton dazu einmal grundiert. Dass es aber auch anders geht, zeigt dieser Artikel. Schließlich ist Zeit bekanntlich Geld! Möglich wird das schnellere Arbeiten durch Verwendung einer speziellen Trockenbaufarbe, die sich beim Gipskarton-Streichen auch gleich um die Grundierung der Wand kümmert. Wir machen vor, wie schnell sich Gipskarton streichen lässt!
Lange Romane sind nicht dein Ding? Dann schau Dir doch unser Video an!

Gipskarton streichen - Das Projekt

  • Gipskarton streichen beim Ausbau in Trockenbauweise
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    © diybook | Der Trockenbau erfreut sich gerade bei Ausbau-Vorhaben größter Beliebtheit. Bei diesem Projekt wurden bereits zwei…
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Das Projekt ist recht einfach zu beschreiben: Der Dachbodenausbau in Trockenbauweise ist fertig errichtet und wurde bereits zweimal verspachtelt. Jetzt ist es an der Zeit, den Gipskarton zu streichen! 

Als erstes wird ein Grundanstrich erfolgen, der alle Wände in einem satten Weiß erstrahlen lässt. Danach wird noch einmal gespachtelt, die Ecken werden dabei mit Acryl versiegelt. Erst dann findet der finale Deckanstrich statt.

Werkzeug und Material

  • Trockenbaufarbe für den Erstanstrich verdünnen
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    © diybook | Zum Streichen der Gipskartonplatten wird in diesem Projekt eine spezielle Trockenbaufarbe verwendet. Bei dieser Farbe ist die…
  • Farbe unverdünnt anrühren
    © diybook | Für den zweiten Deckanstrich wird die Farbe nun unverdünnt angerührt. Eine Bohrmaschine mit Rührstab hilft dabei.
  • Rührstab gleich ausspülen
    © diybook | Der Rührstab sollte gleich nach dem Anrühren mit viel Wasser ausgespült werden, denn sonst behält er die Farbe.
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Um Gipskarton streichen zu können, wird nicht sonderlich viel an Material benötigt. Mehr als eine Leiter, eine Farbwalze, Pinsel, Baueimer und eine Teleskopstange sind nicht vonnöten. 

Das Material gibt sich noch bescheidener, denn hier braucht es lediglich Trockenbaufarbe, Malerkrepp und Acryl. Bei Bedarf ist natürlich auch für ausreichend viele Abdeckplanen zu sorgen.

Die Farbe wird wie angegeben verarbeitet und im vorliegenden Fall beim ersten Streichen um 5% mit Wasser verdünnt.

Vorbereitungen: Abkleben, abdecken, schleifen

  • Fenster abkleben
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    © diybook | Aber nicht so schnell! Denn bevor sich der Gipskarton streichen lässt, gibt es einiges vorzubereiten. So werden zunächst alle…
  • Fensterlaibung und Kanten nachschleifen
    © diybook | Jetzt wird die Spachtelung ein letztes Mal kontrolliert und gerade im Bereich der Fensterlaibung bzw. der Ecken im Falle des…
  • Entstauben
    © diybook | Mit Pinsel, Besen und Staubsauger bewaffnet, geht es an das Entstauben der Wände. Denn ein tragfähiger Untergrund ist auch beim…
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Bevor sich der Gipakarton streichen lässt, sind in der Regel noch eine Menge Vorarbeiten zu leisten. In diesem speziellen Fall hält sich der Aufwand jedoch in Grenzen, da es sich um einen Neubau handelt und nicht sonderlich viel abzukleben bzw. abzudecken ist. Auch kann die Tragfähigkeit des Untergrundes schnell abgehakt werden. Mehr zum Thema Vorbereitung ist jederzeit in dem Artikel Eine Wand streichen: 5 Tipps zur Vorbereitung nachzulesen.

Die Vorbereitung bei diesem Projekt beschränkt sich auf das Abkleben und Schleifen des Fensters. Da gerade beim Fenster alle Unebenheiten sichtbar werden, muss diesen Stellen besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dann folgt das Entstauben und die Wand wird mit Pinsel bzw. Sauger gereinigt.

Die im Trockenbau sonst übliche Grundierung der Gipskartonwände entfällt, da eine spezielle Trockenbaufarbe zum Einsatz kommt, die die Grundierung bereits beigemischt hat. Letztere sorgt dafür, dass die Farbe gleichmäßig trocknet und nicht zu schnell vom Untergrund aufgesogen wird.

Der Voranstrich: Gipskarton streichen mit Trockenbaufarbe

  • Farbe satt auftragen
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    © diybook | Entgegen der üblichen Praxis beginnen wir beim Gipskarton-Streichen mit den Flächen. Beim Erstanstrich ist das ok und spart in…
  • In Bahnen arbeiten
    © diybook | Gearbeitet wird immer in Bahnen und zwar nass in nass. So werden Ränder vermieden und die Farbe wird gleichmäßig aufgetragen.…
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Beim Steichen werden Ecken und Kanten üblicherweise vor den Flächen gestrichen. Das hat den Vorteil, dass die Wand am Ende eine möglichst einheitliche Struktur aufweist, da mit der großen Walze die vorgestrichenen Bereiche der Wand nochmals überarbeitet werden. Ausnahmen bestätigen aber die Regel, daher werden hier die Ecken und Kanten erst nach den Flächen gestrichen. Das hat aber den einfachen Grund, hier Trocknungszeit für den dritten Spachteldurchgang zu sparen. 

Zum Streichen der Flächen wird die um 5% verdünnte Trockenbaufarbe satt aufgetragen und in Bahnen von oben nach unten gerollt. Die Farbe wird dabei durch mehrmaliges Rollen gleichmäßig auf der Wand verteilt. Gearbeitet wird dabei immer nass in nass und Pausen werden erst nach dem Streichen der Gipskartonwände gemacht.

Tipp: Keinesfalls sollte die gesamte Farbe zwanghaft aus der Farbwalze gearbeitet werden - das Ergebnis wäre durch das Rollen mit unterschiedlichem Druck nicht nur fleckig, sondern auch anders strukturiert.

  • Bügel weg von Wand und Decke
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    © diybook | Beim Streichen nahe von Wand und Decke ist auf den Bügel der Malerwalze achtzugeben. Dieser sollte immer weg vom angrenzenden…
  • Hohe Wände teilen
    © diybook | Manchmal macht es Sinn, allzu hohe Wände in der Hälfte zu teilen. Plausible Gründe dafür sind: Die Walze nimmt nicht soviel…
  • Farbauftrag bei kleinen Flächen
    © diybook | Bei kleinen Flächen wird die Farbe seitlich aufgetragen, aber von oben nach unten verrollt. Auf diese Weise ist es möglich,…
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Bei Dachschrägen oder Ecken wird darauf geachtet, den Bügel beim Gipskarton-Streichen immer Richtung Wandmitte zu drehen. Spätestens nach den ersten Kratzern an der angrenzenden Wand ist klar, warum.

Bei besonders großen bzw. hohen Wänden kann es von Vorteil sein, die Wand bei der Arbeit in zwei Hälften zu teilen. Ungeübten gelingt das Streichen der Gipskartonwand dann meistens besser und auch das Ergebnis wird gleichmäßiger.

Da Wände und Decken in der Regel in Bahnen gerollt werden, kann der Farbauftrag bei relativ kleinen Wandflächen mitunter problematisch werden. Denn wird auch hier die Farbe in einer Bahn aufgetragen, wird sie sich nicht sonderlich gut über die gesamte Fläche verteilen lassen. Hier erfolgt der initiale Farbauftrag einfach quer zur Bahn. Denn dann ist es ein Leichtes, die Wand in Bahnen zu streichen und die Farbe gleichmäßig zu verteilen.

Ecken und Kanten streichen

  • Fensterlaibung, Ecken und Kanten mit Pinsel und kleiner Walze streichen
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    © diybook | Während jetzt Ecken, Kanten und Nischen gestrichen werden, können die Flächenbereiche bereits trocknen. Die Fensterlaibung des…
  • Ecken des Raumes und zur Decke hin mit dem Pinsel streichen
    © diybook | Auch alle Ecken des Raumes bzw. zur Decke hin werden mit dem Pinsel gestrichen.
  • Bodenanschluss streichen
    © diybook | Zum Streichen der Gipskartonwand in Bodennähe hilft ebenfalls die kleine Walze. Der Bügel zeigt dabei allerdings immer nach…
  • Andere Anschlusstellen streichen
    © diybook | Auch andere Anschlussstellen, wie etwa sichtbare Dachbalken, werden mit der kleinen Walze oder dem Pinsel gestrichen.
  • Nach dem Erstanstrich ist eine Pause angesagt
    © diybook | Glänzt der Raum in einem schönen Weiß, ist erst einmal eine Pause angesagt, denn der Erstanstrich muss jetzt trocknen. Das kann…
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Während die gestrichenen Flächen bereits trocknen, sind jetzt alle Ecken, Kanten und Ränder am Gipskarton zu streichen.

Mit dem Pinsel und einer kleinen Farbwalze bewaffnet, wird zunächst die Fensterlaibung bearbeitet. Auch wenn der Rahmen der Fenster abgeklebt wurde, sollte nicht allzu wild und lieber sorgfältig gestrichen werden.

Die Ecken des Raumes gelingen am besten, wenn sie mit dem Pinsel gestrichen werden. Die Walze hingegen spielt ihre Vorteile an der an den Boden angrenzenden Wandfläche aus. Hierbei schaut der Bügel allerdings Richtung Boden. So kann dieser als Führung dienen, und die Walze selbst bleibt sauber.

Weitere Anschlussstellen wie sichtbare Holzbalken werden ebenfalls mit dem Pinsel oder der kleinen Farbwalze vorgestrichen.

Dann ist es soweit und der erste Durchgang ist beendet. Der Raum sähe schon recht gut aus, wären da nicht die Stöße, die noch auf ihren dritten und letzten Spachteldurchgang warten.

Spachteln und das Verschließen der Ecken und Fenster mit Acryl

  • Helles Licht und die weiße Wand zeigen alle vorhandenen Unebenheiten
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    © diybook | Sobald der Raum in dem helleren Weiß erstrahlt, kommen alle noch vorhandenen Fehlstellen sicher zum Vorschein. Diese werden im…
  • Letzter Spachteldurchgang
    © diybook | Die Durchführung des letzten Spachteldurchgangs nach dem ersten Anstrich ist nicht nur für Heimwerker angeraten, sondern wird…
  • Ecken mit Acryl verschließen
    © diybook | Nun werden auch alle Ecken mit Acryl verschlossen. Dieses wird dazu mit der Kartuschenpresse aufgetragen und danach einmal mit…
  • Fensteranschluss mit Acryl verschließen
    © diybook | Auch der kleine Spalt zwischen dem Fenster und der Mauer wird mit Acryl verschlossen. Hierbei kommt allerdings Malerkrepp für…
  • Malerkrepp nach den Acrylarbeiten sofort abziehen
    © diybook | Nachdem das Acryl geglättet wurde, muss das Malerkrepp sofort entfernt werden. Denn wird es erst dann entfernt, wenn das Acryl…
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Das Gipskarton-Streichen vor dem letzten Spachteldurchgang ist wirklich zu empfehlen, denn jetzt sind alle noch verbliebenen Unebenheiten wirklich gut sichtbar. So fallen sofort die Stöße auf, die erst zweimal gespachtelt wurden. Auch das eine oder andere Schraubloch ist nach wie vor ein wenig eingefallen.

Mit dem Flächenspachtel wird nun auch noch den letzten verbliebenen Unebenheiten begegnet.

Nach dem Spachteln werden die Ecken mit Acryl verschlossen. Dieses wird mit Hilfe einer Kartuschenpresse gleichmäßig in den Ecken aufgetragen und mit dem Finger abgezogen.

Auch beim Fenster kommt Acryl zum Verschließen der Spalten zum Einsatz. Vorsichtig wird das Arcyl eingearbeitet und glattgezogen. Wichtig ist das Malerkrepp sofort nach Beendigung der Arbeit abzuziehen. Denn ist das Acryl einmal getrocknet, wird dieses beim Entfernen des Malerkrepps wieder mit rausgezogen.

Beim Deckanstrich Ecken mit Pinsel und kleiner Farbrolle zuerst streichen

  • Ränder vorstreichen
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    © diybook | Nun werden zwingend zuerst die Ecken, Kanten und Ränder vorgestrichen. Im Bereich des Bodens wird die Gipskartonwand mit der…
  • Ecken und Kanten werden mit einem Pinsel vorgestrichen
    © diybook | Wandecken, Decke und die Dachschräge werden beim Gipskarton-Streichen alle mit dem Pinsel vorgearbeitet.
  • Andere Anschlussstellen ebenfalls vorstreichen
    © diybook | Sichtbare Dachbalken oder andere Anschlussstellen werden ebenfalls mit der kleinen Walze oder mit dem Pinsel gut vorgestrichen.
  • Vorgestrichene Ecken
    © diybook | Die vorgestrichenen Ecken sind gut sichtbar. Die Farbstruktur wird beim nachfolgenden großflächigen Streichen von der Walze bis…
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Nach dem Trocknen der Spachtelmasse bzw. des Acryls ist es an der Zeit, ein zweites Mal den Gipskarton zu streichen. Wieder kommt die Trockenbaufarbe zum Einsatz, diesmal allerdings unverdünnt, denn der Deckanstrich ist der finale Farbauftrag. 

Vor den Streichen der Flächen werden jetzt allerdings zuerst alle Ecken, Kanten und Ränder mit dem Pinsel und der kleinen Farbwalze vorgestrichen. Dies gelingt ganz analog zu den Arbeiten beim ersten Streichen.

In den Ecken kommt der Pinsel zum Einsatz, an den Rändern bzw. anderen Anschlusstellen die kleine Farbwalze. Auch rund um Steckdosen und Schaltern lohnt sich der Einsatz der kleinen Walze.

Der Deckanstrich

  • Gipskarton streichen: Der Deckanstrich
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    © diybook | Der Deckanstrich erfolgt ganz analog zum ersten Streichen. Die Farbe wird satt in einer Bahn aufgetragen. Begonnen wird an der…
  • Farbe gleichmäßig verteilen
    © diybook | Durch mehrmaliges Rollen wird die Farbe gleichmäßig entlang der gedachten Bahn verteilt und so ein schönes Wandbild erzeugt.
  • Wände ebenfalls in Bahnen streichen
    © diybook | Die Gipskartonwände werden ebenfalls in Bahnen von oben nach unten gerollt. Der Farbauftrag kann bei kleinen Flächen wie schon…
  • Struktur bei Wand- und Deckenanschlüssen
    © diybook | Bei Ecken zur Wand und Decke wird mit der großen Walze vorsichtig möglichst nahe ins Eck gearbeitet, um die Struktur der großen…
  • Fensterlichte und Fenstersturz streichen
    © diybook | Zu guter Letzt wird auch die Fensterlichte bzw. der Fenstersturz überarbeitet und die größeren Flächen werden mit einer neuen…
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Es folgt der Deckanstrich. Wie beim Streichen üblich wird auch beim Streichen von Gipskarton an der Decke begonnen. Wieder wird die Farbe satt in Bahnen aufgetragen und durch mehrmaliges Rollen gleichmäßig verteilt. Gerollt wird dabei immer in Richtung des Lichteinfalls, hier also in Richtung des Dachfensters. Wie auch schon vorher wird dabei immer nass in nass gearbeitet. 

An den Wänden wird ganz ähnlich verfahren, nur von oben nach unten gerollt. Aber Achtung: Kommt die Walze einmal am Boden an, steht vermutlich erstmal eine Reinigung an; also Abstand halten! Vorsicht ist auch bei den Ecken angeraten, der Bügel sollte hier in Richtung Raummitte schauen.

Zuletzt wird auch die bereits vorgestrichene Fensterlaibung nochmals mit der großen Farbwalze überarbeitet, um auf der gesamten Wandfläche eine möglichst einheitliche Struktur zu streichen. 

Gipskarton streichen - Das Ergebnis

  • Ergebnis
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    © diybook | Dann ist es geschafft: Das Gipskarton-Streichen war erfolgreich und der Raum erstrahlt in neuem Glanz. Wände so glatt wie…
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Schließlich ist es geschafft, der Raum erstrahlt förmlich in einem blendenen Weiß. Und das ganz ohne Grundieren!

Das kann sich sehen lassen. Kaum zu glauben, dass man so unkompliziert Gipskarton streichen kann. Wer jetzt allerdings doch lieber farbliche Akzente setzen möchte, wirft einen Blick in die Serie Kinderzimmer streichen

Sind die Trockenbauwände einmal errichtet und ist auch das große Spachteln abgeschlossen, wird es Zeit für den ersten Anstrich. Normalerweise wird Gipskarton dazu einmal grundiert. Dass es aber auch anders geht, zeigt dieser Artikel. Schließlich ist Zeit bekanntlich Geld! Möglich wird das schnellere Arbeiten durch Verwendung einer speziellen Trockenbaufarbe, die sich beim Gipskarton-Streichen auch gleich um die Grundierung der Wand kümmert. Wir machen vor, wie schnell sich Gipskarton streichen lässt!
  • Gipskarton streichen beim Ausbau in Trockenbauweise
    © diybook | Der Trockenbau erfreut sich gerade bei Ausbau-Vorhaben größter Beliebtheit. Bei diesem Projekt wurden bereits zwei Spachteldurchgänge durchgeführt. Was jetzt fehlt, ist schöne weiße Farbe. Das erforderliche dritte Mal Spachteln erfolgt erst nach dem Grundanstrich, da erst dann letzte Unebenheiten klar zum Vorschein kommen.
  • Fenster abkleben
    © diybook | Aber nicht so schnell! Denn bevor sich der Gipskarton streichen lässt, gibt es einiges vorzubereiten. So werden zunächst alle Fenster, Türstöcke, Schalter und Steckdosen abgeklebt. Letztere können aber auch einfach demontiert werden.
  • Fensterlaibung und Kanten nachschleifen
    © diybook | Jetzt wird die Spachtelung ein letztes Mal kontrolliert und gerade im Bereich der Fensterlaibung bzw. der Ecken im Falle des Falles nachgeschliffen.
  • Entstauben
    © diybook | Mit Pinsel, Besen und Staubsauger bewaffnet, geht es an das Entstauben der Wände. Denn ein tragfähiger Untergrund ist auch beim Gipskarton-Streichen Pflicht!
  • Untergrund prüfen: Die Wischprobe
    © diybook | Die einfache Wischprobe verrät, ob der Untergrund noch sehr staubig ist. Ist das Ergebnis in Ordnung, kann das Streichen der Gipskartonwände beginnen.
  • Trockenbaufarbe für den Erstanstrich verdünnen
    © diybook | Zum Streichen der Gipskartonplatten wird in diesem Projekt eine spezielle Trockenbaufarbe verwendet. Bei dieser Farbe ist die Grundierung gleich mit dabei, sodass der Arbeitsschritt des Grundierens eingespart werden kann. Für den Erstanstrich verdünnen wir die Trockenbaufarbe aber um 5%. Dazu füllen wir die Farbe in einen leeren Arbeitskübel, geben die entsprechende Menge Wasser hinzu und verrühren die Trockenbaufarbe gut mit einem Rührstab. Schneller geht es natürlich mit einem elektrischen Rührwerk.
  • Farbe richtig aufnehmen
    © diybook | Um Farbe auf die Walze aufzunehmen, wird die Walze nicht einfach im Eimer untergetaucht. Die Walze wird zunächst um Florhöhe eingetaucht, beim Anheben gegen das Abstreifgitter gedrückt und so um einige Zentimeter gedreht und dann wieder eingetaucht. Dieses Spiel wiederholt sich, bis die Walze eine volle Umdrehung gemacht hat. Perfekt!
  • Farbe satt auftragen
    © diybook | Entgegen der üblichen Praxis beginnen wir beim Gipskarton-Streichen mit den Flächen. Beim Erstanstrich ist das ok und spart in diesem Fall sogar Zeit. Beim Zweitanstrich wäre dieses Vorgehen kontraproduktiv, da an der Wand keine einheitliche Struktur geschaffen wird! Zum Streichen wird die Farbe wie sonst auch üblich satt in einer Bahn aufgetragen und von oben nach unten gerollt.
  • In Bahnen arbeiten
    © diybook | Gearbeitet wird immer in Bahnen und zwar nass in nass. So werden Ränder vermieden und die Farbe wird gleichmäßig aufgetragen. Die Flächen werden mehrmals mit konstanter Geschwindigkeit und gleichmäßigem Druck gerollt. So entsteht eine einheitliche und schöne Struktur.
  • Bügel weg von Wand und Decke
    © diybook | Beim Streichen nahe von Wand und Decke ist auf den Bügel der Malerwalze achtzugeben. Dieser sollte immer weg vom angrenzenden Mauerwerk zeigen, denn nicht selten wird durch diesen die bereits gestrichene Fläche zerkratzt.
  • Hohe Wände teilen
    © diybook | Manchmal macht es Sinn, allzu hohe Wände in der Hälfte zu teilen. Plausible Gründe dafür sind: Die Walze nimmt nicht soviel Farbe auf, wie für das Rollen einer ganzen Bahn gebraucht wird. Oder das Streichen der ganzen Gipskartonwand ist aufgrund der langen Teleskopstange zu anstrengend.
  • Farbauftrag bei kleinen Flächen
    © diybook | Bei kleinen Flächen wird die Farbe seitlich aufgetragen, aber von oben nach unten verrollt. Auf diese Weise ist es möglich, gleichmäßig alle Flächen am Gipskarton streichen zu können.
  • Fensterlaibung, Ecken und Kanten mit Pinsel und kleiner Walze streichen
    © diybook | Während jetzt Ecken, Kanten und Nischen gestrichen werden, können die Flächenbereiche bereits trocknen. Die Fensterlaibung des Dachfensters sowie deren Ecken und Kanten werden mit einem Pinsel und einer kleinen Walze gestrichen.
  • Ecken des Raumes und zur Decke hin mit dem Pinsel streichen
    © diybook | Auch alle Ecken des Raumes bzw. zur Decke hin werden mit dem Pinsel gestrichen.
  • Bodenanschluss streichen
    © diybook | Zum Streichen der Gipskartonwand in Bodennähe hilft ebenfalls die kleine Walze. Der Bügel zeigt dabei allerdings immer nach unten, sodass die Walze im Falle des Falles nicht schmutzig wird. Der Bügel kann auch ganz bewusst als Abstandshalter verwendet werden.
  • Andere Anschlusstellen streichen
    © diybook | Auch andere Anschlussstellen, wie etwa sichtbare Dachbalken, werden mit der kleinen Walze oder dem Pinsel gestrichen.
  • Nach dem Erstanstrich ist eine Pause angesagt
    © diybook | Glänzt der Raum in einem schönen Weiß, ist erst einmal eine Pause angesagt, denn der Erstanstrich muss jetzt trocknen. Das kann je nach Witterung und Luftfeuchtigkeit 30 Minuten bis vier Stunden dauern.
  • Helles Licht und die weiße Wand zeigen alle vorhandenen Unebenheiten
    © diybook | Sobald der Raum in dem helleren Weiß erstrahlt, kommen alle noch vorhandenen Fehlstellen sicher zum Vorschein. Diese werden im folgenden Schritt mit einem Flächenspachtel geglättet.
  • Letzter Spachteldurchgang
    © diybook | Die Durchführung des letzten Spachteldurchgangs nach dem ersten Anstrich ist nicht nur für Heimwerker angeraten, sondern wird in der Praxis von vielen Profis auch so gelebt.
  • Ecken mit Acryl verschließen
    © diybook | Nun werden auch alle Ecken mit Acryl verschlossen. Dieses wird dazu mit der Kartuschenpresse aufgetragen und danach einmal mit dem Finger abgezogen. Fertig! Wichtig ist hier, dass Acryl und nicht Silikon verwendet wird. Denn Silikon ist nicht überstreichbar!
  • Fensteranschluss mit Acryl verschließen
    © diybook | Auch der kleine Spalt zwischen dem Fenster und der Mauer wird mit Acryl verschlossen. Hierbei kommt allerdings Malerkrepp für eine saubere Kante zum Einsatz. Das Acryl wird aufgetragen und mit dem Finger geglättet.
  • Malerkrepp nach den Acrylarbeiten sofort abziehen
    © diybook | Nachdem das Acryl geglättet wurde, muss das Malerkrepp sofort entfernt werden. Denn wird es erst dann entfernt, wenn das Acryl an Festigkeit gewonnen hat, dann löst sich das Acryl ebenfalls wieder ab.
  • Farbe unverdünnt anrühren
    © diybook | Für den zweiten Deckanstrich wird die Farbe nun unverdünnt angerührt. Eine Bohrmaschine mit Rührstab hilft dabei.
  • Rührstab gleich ausspülen
    © diybook | Der Rührstab sollte gleich nach dem Anrühren mit viel Wasser ausgespült werden, denn sonst behält er die Farbe.
  • Ränder vorstreichen
    © diybook | Nun werden zwingend zuerst die Ecken, Kanten und Ränder vorgestrichen. Im Bereich des Bodens wird die Gipskartonwand mit der kleinen Walze mit Farbe bedeckt. Achtung: Der Bügel der Walze zeigt nach unten!
  • Ecken und Kanten werden mit einem Pinsel vorgestrichen
    © diybook | Wandecken, Decke und die Dachschräge werden beim Gipskarton-Streichen alle mit dem Pinsel vorgearbeitet.
  • Andere Anschlussstellen ebenfalls vorstreichen
    © diybook | Sichtbare Dachbalken oder andere Anschlussstellen werden ebenfalls mit der kleinen Walze oder mit dem Pinsel gut vorgestrichen.
  • Vorgestrichene Ecken
    © diybook | Die vorgestrichenen Ecken sind gut sichtbar. Die Farbstruktur wird beim nachfolgenden großflächigen Streichen von der Walze bis an den Rand ausgebildet.
  • Gipskarton streichen: Der Deckanstrich
    © diybook | Der Deckanstrich erfolgt ganz analog zum ersten Streichen. Die Farbe wird satt in einer Bahn aufgetragen. Begonnen wird an der Decke!
  • Farbe gleichmäßig verteilen
    © diybook | Durch mehrmaliges Rollen wird die Farbe gleichmäßig entlang der gedachten Bahn verteilt und so ein schönes Wandbild erzeugt.
  • Wände ebenfalls in Bahnen streichen
    © diybook | Die Gipskartonwände werden ebenfalls in Bahnen von oben nach unten gerollt. Der Farbauftrag kann bei kleinen Flächen wie schon beim Erstanstrich auch seitlich erfolgen.
  • Struktur bei Wand- und Deckenanschlüssen
    © diybook | Bei Ecken zur Wand und Decke wird mit der großen Walze vorsichtig möglichst nahe ins Eck gearbeitet, um die Struktur der großen Walze auf die gesamte Wand zu übertragen. Wichtig dabei: Der Bügel zeigt immer zur Raummitte!
  • Fensterlichte und Fenstersturz streichen
    © diybook | Zu guter Letzt wird auch die Fensterlichte bzw. der Fenstersturz überarbeitet und die größeren Flächen werden mit einer neuen Schicht weißer Farbe überzogen.
  • Ergebnis
    © diybook | Dann ist es geschafft: Das Gipskarton-Streichen war erfolgreich und der Raum erstrahlt in neuem Glanz. Wände so glatt wie Babyhaut und so weiß wie Schnee - einfach perfekt!
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Im Allgemeinen unterscheidet sich das Streichen von Gipskartonwänden nicht allzu sehr vom Streichen anderer Wände. Lediglich das Grundieren der Gipskartonplatten zur Regulierung des Saugverhaltens ist immer angeraten.

Bei Verwendung von spezieller Trockenbaufarbe kann der letztgenannte Arbeitsschritt allerdings auch eingespart werden. Diese Videoanleitung zeigt, wie das geht und worauf beim Gipskarton-Streichen sonst noch geachtet werden muss. 

Sind die Trockenbauwände einmal errichtet und ist auch das große Spachteln abgeschlossen, wird es Zeit für den ersten Anstrich. Normalerweise wird Gipskarton dazu einmal grundiert. Dass es aber auch anders geht, zeigt dieser Artikel. Schließlich ist Zeit bekanntlich Geld! Möglich wird das schnellere Arbeiten durch Verwendung einer speziellen Trockenbaufarbe, die sich beim Gipskarton-Streichen auch gleich um die Grundierung der Wand kümmert. Wir machen vor, wie schnell sich Gipskarton streichen lässt!
Werkzeuge: 
Leiter
Leiter
Eine Leiter zählt zur Grundausstattung eines jeden Handwerkers und Haushaltes. Das Gerät, das die meiste Zeit des Jahres unbeachtet in der Ecke steht, hat deutlich mehr Anwendungsmöglichkeiten als gemeinhin bekannt.
Farbrolle - Farbwalze
Farbrolle - Farbwalze
Ohne die Erfindung der Farbrolle müsste der Heimwerker tagelang die Wände seines Heims bepinseln und hätte die Wand wohl lieber nackt als mit Farbe. Doch glücklicherweise hat jemand die Farbrolle erfunden und wir können demjenigen sehr dankbar sein.
Pinsel
Pinsel
Die Bezeichnung „Einfältiger Pinsel“ ist den Naiveren unter uns vorbehalten. Als Malerwerkzeug jedoch sind Pinsel überaus mannigfaltig und in Hülle und Fülle am Markt vorhanden. Dabei ist Pinsel nicht gleich Pinsel, ganz im Gegenteil.
Baueimer (Baukübel)
Baueimer (Baukübel)
Was wäre ein Heimwerker ohne seinen Baueimer? Tatsächlich erweist sich ein Eimer bei verschiedenen Arbeiten in Haus und Garten als unverzichtbarer Begleiter.
Teleskopstange
Teleskopstange
Leiter rauf, Leiter runter - wer sich diesen mühsamen Aspekt beim Streichen ersparen möchte, der benötigt eine Teleskopstange! Mit etwas Glück ermöglichen Teleskopstangen sogar das Streichen einer Decke, ohne dass hierfür eine Haushaltsleiter benötigt wird.
Materialien: 
Dispersionsfarbe
Dispersionsfarbe
Keine Wand wird richtig schön ohne den richtigen Anstrich. Dabei ist es egal, ob die Wand in neutralem Weiß oder einer kräftigen Farbe strahlen soll. Dispersionsfarben sind hier sehr hilfreich, sie sind sogar aus dem Alltag gar nicht wegzudenken.
Malerkrepp, Abdeckklebeband &amp; Malerklebeband
Malerkrepp, Abdeckklebeband & Malerklebeband
Wer kennt das nicht: Das Zimmer soll neu gestrichen werden, eine schicke Farbe ist bereits ausgesucht und nun geht’s an die Vorbereitung. Soll’s richtig schön werden, muss erst einmal sauber abgeklebt werden.
Abdeckfolie, Abdeckplane, Abdeckpapier
Abdeckfolie, Abdeckplane, Abdeckpapier
Wer die Wahl hat, hat die Qual – so sagt der Volksmund, wenn die Vielfalt der Produkte, die ein und denselben bestimmten Zweck erfüllen sollen, einfach zu groß ist. Wahrscheinlich kennen Sie das Problem.
Acryl
Acryl
Acryl ist ein Alleskönner und kann im Innen- und Außenbereich vielseitig verwendet werden. Es besteht aus chemischen Substanzen, deren Säuren bereits am charakteristischen Geruch zu erkennen sind.
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