Vorsatzschale als Schallschutz- und Installationswand

Teilweise fertiggestellte Vorsatzschale bzw. Installationswand
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Aktualisiert am 28.03.2018
Ein Kinderzimmer muss her! Doch der einzig verfügbare Raum teilt sich eine einfache Wand mit dem Nachbarn. Das Problem wird gelöst mit einer Vorsatzschale. Als Schallschutz und Installationswand ist eine solche Konstruktion hervorragend geeignet und presst auch aus der ältesten Ziegelmauer noch modernsten Wohnkomfort heraus. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie auf einem Metall-Ständerwerk eine Vorsatzschale zum Schallschutz eingerichtet wird.

Ausgangslage

  • Metall-Ständerwerk wartet auf die Beplankung
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    © diybook | Mit dem fertigen Profilrahmen ist das ‚Fundament‘ für das Anbringen der Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand…
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Im ersten Teil  dieser Anleitung wurde bereits erklärt, wie mit dem Errichten eines Trockenbau-Ständerwerks die Grundlagen dazu geschaffen werden, eine Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand einzurichten. Nun soll das Aufstellen der Vorsatzschale selbst folgen.

Die wichtigsten Elemente dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung: Schallschutzdämmung herstellen, Doppelbeplankung für tragende Wandbereiche einrichten und schließlich der eigentliche Trockenbau mit Verlegen der Gipskartonplatten.

Einsetzen der Schallschutz-Dämmung

  • Mineralwolle ablängen und einsetzen
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    © diybook | Um für die Vorsatzschale einen Schallschutz herzustellen, der den Anforderungen genügt, wurde das Ständerwerk im ersten Teil…
  • Justier-Schwingbügel umbiegen
    © diybook | Damit die Mineralwolle nicht gleich wieder herausfällt oder in späteren Arbeitsschritten ein ungewolltes Eigenleben entwickelt,…
  • FXP-Schläuche durch die Dämmwolle führen
    © diybook | Im ersten Teil der Anleitung wurde darauf hingewiesen, wie eine Vorsatzschale dazu dienen kann, Wände mit zusätzlicher Elektrik…
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Zunächst ist dafür zu sorgen, dass die Vorsatzschale als Schallschutz funktioniert. Der erste Schritt beim Einrichten der Schallschutz-Dämmung erfordert dabei lediglich etwas Geduld. Die Zwischenräume des Ständerwerks müssen mit dem Dämmmaterial befüllt werden. Zum Einsatz kommt hier Mineralwolle, die jeweils in passender Länge (raumhoch) von der Rolle gewickelt und grob zugeschnitten wird. Die Maße müssen dabei nicht exakt sein. Überstehende Wolle wird einfach mit zwischen die Profile gedrückt. Nach Möglichkeit kann das Dämmmaterial hier auch zweilagig verlegt werden. Der Schallschutz würde so noch verbessert werden.

Ist dies geschafft, wird die Wolle noch vor Verrutschen gesichert. Das ist bei entsprechender Spannung der Matten nicht wirklich nötig. Praktischerweise aber verfügen in diesem Projekt die Flügel der Justier-Schwingbügel über beträchtliche Überstände. Diese müssen ohnehin von den Profilen fortzeigend umgelegt werden, um den Weg für das Verlegen der Gipskartonplatten freizumachen.

Anschließend werden noch die Verlängerungen der Elektrik in den FXP-Leerverrohrungen durch die Schallschutz-Dämmung geführt. Und fertig!

Anbringen der Doppelbeplankung

  • Doppelbeplankung für belastbare Wandabschnitte
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    © diybook | Soll die neue Zimmerwand später auch anspruchsvollere Belastungen aushalten, ist das Anbringen von Traversen unverzichtbar. Sie…
  • Montieren der Doppelbeplankung
    © diybook | Damit auch die doppelte Beplankung richtig hält, werden unterhalb der Justier-Schwingbügel halbe Deckenabhänger als zusätzliche…
  • Ausbauplatte als Traverse in situ
    © diybook | Da die spätere mechanische Belastung der Wandmontagen nicht über ein mittleres Maß hinausgehen wird, kommen einfache…
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Bevor die Beplankung vorgenommen wird, müssen erst einige Überlegungen angestellt werden. Klar ist, dass das künftige Kinderbett an der Wand verschraubt werden soll, da es über eine Schaukel verfügt. Um hier nichts dem Zufall zu überlassen wird an den geplanten Ankerpunkten mit Ausbauplatten eine rückwärtige Beplankung hergestellt. So kann auf recht einfache Weise die Belastbarkeit der Vorsatzschale lokal erhöht werden.

Damit die Ausbauplatten genügend Halt finden, werden an den ausgewählten Positionen im oberen Bereich der Streben unterhalb der Justier-Schwingbügel weitere Fixiermöglichkeiten geschaffen. Dazu werden halbe Deckenabhänger genommen, die in bereits bekanntem Verfahren mit Schnellbauschrauben an den Profilen befestigt werden. Am Ende soll jede Ausbauplatte an den Seiten in jeweils zwei Bügeln Halt finden. Die passend gelängten Platten werden dann in die Schallschutz-Dämmung gedrückt und wie eine Traverse mittels der Bügel an den Seiten verschraubt. Sobald die Gipsplatten verlegt sind, wird die Vorsatzschale also über eine lokale Doppelbeplankung verfügen, die das Anbringen von Lasten wesentlich vereinfacht. Das Anbringen der Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand macht Fortschritte!

Ablängen der Rigipsplatten

  • Raumhöhe auf Rigipsplatte übertragen
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    © diybook | Da die verwendeten Rigipsplatten (260 cm) einige cm höher sind als nötig, müssen sie noch abgelängt werden. Dazu wird das…
  • Gipskartonplatte einschneiden
    © diybook | Entlang der markierten Linie wird die Rigipsplatte mit einem Cutter eingeschnitten und so die äußere Kartonschicht durchtrennt.…
  • Gipskartonplatte brechen
    © diybook | Ist die Gipsplatte eingeschnitten, wird sie nun recht einfach über eine Kante geknickt und gebrochen. Als geeignete Unterlage…
  • Rückseitigen Karton der Gipskartonplatte durchtrennen
    © diybook | Ist das Brechen der Rigipsplatte gelungen, wird auch der Karton auf der Unterseite der Platte entlang des Knicks durchschnitten…
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Nun geht es an den Trockenbau: Ständerwerk der Vorsatzschale, Schallschutz-Dämmung und Doppelbeplankung sind eingerichtet. Was folgt, ist das Verlegen der Rigipsplatten. Die verwendeten Einmannplatten haben eine Höhe von 260 cm. Da der Raum aber nur ca. 250 cm hoch ist werden die Gipsplatten etwas gekürzt. Dies kann durch Brechen der Überstände leicht erreicht werden.

Dazu wird auf einer Länge von etwas unter 250 cm eine Markierung auf der Platte angebracht. Die Länge der Platte sollte nicht passgenau mit der Raumhöhe ausfallen, sondern ein wenig kürzer, wie später noch zu sehen sein wird. Mit Hilfe von Bleistift und Wasserwaage wird die Markierung zu einer geraden Schnittlinie ausgeweitet. Mit einem Cutter wird dann entlang dieser Linie die obere Kartonschicht der Rigipsplatte durchtrennt. Ist das geschehen, kann die Platte auf einfachem Wege über eine Kante gebrochen werden. Die Kartonschicht auf der Unterseite der Bruchstelle wird danach ebenfalls mit dem Cutter durchtrennt. Die restlichen Gipsplatten werden auf dieselbe Weise auf die richtige Höhe gestutzt.

Rigipsplatten anbringen

  • Befestigen der Gipskartonplatten am Trockenbau-Ständerwerk
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    © diybook | Sobald die Gipsplatten passend zugeschnitten sind, werden sie nacheinander auf das Ständerwerk gesetzt und an den Profilen…
  • Schraubenabstand
    © diybook | Der empfohlene Abstand der Schrauben zum Befestigen der Rigipsplatten sollte zwischen 20 bis 25 cm betragen. Mit knapp unter 20…
  • Boden- &amp;amp; Deckenabstand aus Schallschutz-Gründen
    © diybook | Wenn die Beplankung angebracht wird, ist darauf zu achten, dass die einzelnen Platten jeweils einige mm Abstand zu Boden und…
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Sind die Rigipsplatten passend abgelängt, werden sie am Ständerwerk angebracht. Das Verkleiden der Vorsatzschale geschieht dabei stets auf dieselbe Weise und erfordert Unterstützung durch eine zweite Person. Die Platten werden passend auf die Streben gesetzt und wiederum mit Schnellbauschrauben auf diesen fixiert. Der Abstand der Schrauben beläuft sich dabei im Schnitt auf etwa 20-25 cm. Fallen die Abstände nicht exakt gleich aus, ist dies kein Problem. Die Schraubenlöcher sind später nicht mehr sichtbar und müssen daher auch keinen ästhetischen Ansprüchen genügen. Beim Ansetzen der Gipsplatten ist darauf zu achten, dass sie nicht unmittelbar an Decke oder Boden anschließen. Dies würde Schallübertragungen ermöglichen und das Entkoppeln der Vorsatzschale gänzlich zunichte machen.

Tipp: Ein einfacher Trick, um sich hier zu behelfen, ist, die Platten während des Montierens einfach auf flache Holzstücke aufzusetzen. So bleiben bei entsprechend gelängten Platten unten wie auch oben zur Decke hin automatisch die nötigen Fugen offen.

Steckdosen ausschneiden

  • Steckdose einmessen
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    © diybook | Gipsplatten, die auf die Zuführungen der verlängerten Elektrik stoßen, müssen entsprechend mit Aussparungen für Steckdosen…
  • Hohlraumdose ausschneiden
    © diybook | Die eigentliche Öffnung wird mit einer Lochsäge erzeugt. Für Steckdosen ist hier üblicherweise ein Durchmesser von 68 mm…
  • Hohlraumdose einpassen
    © diybook | Nach dem Sägen der Löcher werden die dazwischen liegenden Stege mit dem Cutter entfernt. Anschließend werden die Ränder mit…
  • Fortgeschrittenes Verkleiden der Vorsatzschale
    © diybook | Die Zwischenbilanz schaut schon ganz gut aus. Vorsatzschale und Schallschutz sind bereits teilweise verkleidet. Die Steckdosen…
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Nicht nur soll die Vorsatzschale als Scallschutz dienen, sondern auch als Installationswand. Da die neue Wand über Anschlüsse für Sat- und Netzwerkkabel verfügen wird, wurden im ersten Teil des Projekts entsprechende Verlängerungen in FXP-Rohren verlegt. Aber auch zusätzliche Steckdosen soll die Vorsatzschale beherbergen. Eine Anleitung, wie die dazu notwendigen Versorgungsleitungen eingerichtet werden, findet sich in dem Artikel Zusätzliche Steckdose verlegen - Trockenbau. Für den hier gezeigten Schritt ist vor allem von Interesse, dass die Gipsplatten über passende Aussparungen verfügen.

Dazu wird vor der Montage der betroffenen Gipskartonplatte die Position der Zuführung exakt eingemessen und auf der Platte verzeichnet. Die Umrisse der Aussparung werden dabei von der Art der verwendeten Steckdose bestimmt. Bei dem Projekt sind Doppelsteckdosen vorgesehen. Ihre Konturen werden sauber auf der Plattenoberfläche eingezeichnet. Die Bohrungen werden 30 cm über dem Boden mit einer Lochsäge vorgenommen. Der Durchmesser der Säge orientiert sich nach dem üblichen Durchmesser einer Steckdose von 68 mm.

Für die Form einer Doppelsteckdose werden zwei Löcher nebeneinander gebohrt. Ihre Zentren liegen 71mm auseinander. Natürlich müssen sich die Mittelpunkte gemeinsam auf einer Waagerechten finden. Ansonsten hat die Steckdose später Schlagseite. Sind die Löcher dann gesägt, müssen noch die dazwischen liegenden Stege entfernt werden. Hier leistet der Cutter wieder wertvolle Dienste. Danach werden die Ränder der nun ovalen Aussparung noch mit Schleifpapier bearbeitet und geglättet. Ist auch dieser Schritt erfolgt, kann die Hohlraumdose schließlich eingesetzt werden.

Tipps beim Ablängen und bei Stößen

  • Brechen einer Gipsplatte entlang der Längsseite
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    © diybook | Für das letzte Teilstück der Beplankung wird nur ein Rigipsplatte mit 40 cm Breite benötigt. Der Überstand von 20 cm wird auf…
  • Anfasen der Stöße entlang der Bruchkante
    © diybook | Nach dem Brechen der Rigipsplatte werden mit dem Cutter Fasen an der Bruchkante erzeugt. Diese ermöglichen später das richtige…
  • Fertiger Stoß nach Anfasen und Montieren der Gipskartonplatten
    © diybook | Die Gipsplatten des letzten Teilstücks sind fertig montiert. Der Stoß kann nun verspachtelt werden. Da die Kartonierung an den…
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Gerade beim Zieleinlauf kann es schnell passieren, dass das Anbringen von Gipskartonplatten in den Standardmaßen nicht mehr möglich ist und ein weiteres Zurechtschneiden erforderlich macht. Muss eine Platte der Länge nach geteilt werden, empfiehlt sich prinzipiell dieselbe Technik wie beim Stutzen der Enden. Nur kommt es auch hier darauf an, dass eine geeignete Unterlage das Brechen unterstützt. Ein übrig gebliebenes Wandprofil etwa kommt da genau richtig. So ist auch hier der Bruch mit einem kräftigen Ruck erledigt.

Ebenso wichtig ist das richtige Anfasen der Stöße. Dort, wo Bruchkanten aufeinander stoßen, sorgen Fasen dafür, dass beim späteren Abdecken die Spachtelmasse gut in die Fuge eindringt. Auch hierfür reicht ein Cutter als Werkzeug völlig aus. Die Kantenspitze wird damit auf der Außenseite zügig und gleichmäßig abgetrennt. Wer auf Nummer Sicher geht, verwendet einen Kantenhobel für diese Arbeiten. Sind die Platten verlegt, sollten die Fasen noch einmal grundiert werden, so dass sie trotz fehlender Kartonierung eine optimale Grundlage für das Verspachteln der Fugen bieten.

Vorsatzschale als Schallschutz - Ergebnis

  • Fertige Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand
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    © diybook | Da kommt Freude auf! Die Vorsatzschale ist fertiggestellt. Aus der einfachen Trennwand zum Nachbarn ist eine ordentliche…
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Ist die letzte Rigipsplatte zurechtgeschnitten und montiert, erscheint das Zimmer plötzlich in neuem Gewand! Doch die eigentliche Pracht kommt erst noch. Denn nachdem Fugen und Bohrlöcher zugespachtelt worden sind, kann die Vorsatzschale wie jede andere Wand gestrichen oder auch mit Tapeten verkleidet werden.

Das Ergebnis: Das geplante Kinderzimmer ist um eine multifunktionale Wand mit ausreichend vielen Steckdosen und Netzwerkanschluss reicher. Und auch für den nötigen Schallschutz durch geeignete Dämmung zum Nachbarn hin ist gesorgt. Kein Problem also, wenn das Kind zum großen Formel 1-Fan avanciert. Die Vorsatzschale - ob als Schallschutz oder Installationswand - zeigt ihre Stärken. Und der Nachwuchs kann kommen!

Ein Kinderzimmer muss her! Doch der einzig verfügbare Raum teilt sich eine einfache Wand mit dem Nachbarn. Das Problem wird gelöst mit einer Vorsatzschale. Als Schallschutz und Installationswand ist eine solche Konstruktion hervorragend geeignet und presst auch aus der ältesten Ziegelmauer noch modernsten Wohnkomfort heraus. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie auf einem Metall-Ständerwerk eine Vorsatzschale zum Schallschutz eingerichtet wird.
  • Metall-Ständerwerk wartet auf die Beplankung
    © diybook | Mit dem fertigen Profilrahmen ist das ‚Fundament‘ für das Anbringen der Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand gelegt. Nun sollen Dämmung und Beplankung folgen. Der eigentliche Trockenbau beginnt.
  • Mineralwolle ablängen und einsetzen
    © diybook | Um für die Vorsatzschale einen Schallschutz herzustellen, der den Anforderungen genügt, wurde das Ständerwerk im ersten Teil des Projekts bereits entkoppelt. Aber noch fehlt die Dämmung. Diese Aufgabe übernehmen hier Matten aus Mineralwolle, die passend gelängt und in die Zwischenräume der Profile eingesetzt werden.
  • Justier-Schwingbügel umbiegen
    © diybook | Damit die Mineralwolle nicht gleich wieder herausfällt oder in späteren Arbeitsschritten ein ungewolltes Eigenleben entwickelt, werden die Überstände der Justier-Schwingbügel jeweils in Richtung der Dämmung umgebogen. Sie bieten auf diese Weise einen praktischen Halt. Wichtig: Die Bügel sollten jetzt nicht mehr über die Front der Profile hinausragen!
  • FXP-Schläuche durch die Dämmwolle führen
    © diybook | Im ersten Teil der Anleitung wurde darauf hingewiesen, wie eine Vorsatzschale dazu dienen kann, Wände mit zusätzlicher Elektrik auszustatten und entsprechende Zuführungen zu verbergen. Ist es soweit, darf nicht vergessen werden, die Kabel in den FXP-Rohren durch die Dämmung zu legen!
  • Doppelbeplankung für belastbare Wandabschnitte
    © diybook | Soll die neue Zimmerwand später auch anspruchsvollere Belastungen aushalten, ist das Anbringen von Traversen unverzichtbar. Sie schaffen eine lokale Doppelbeplankung und bieten Wandmontagen so mehr Halt. Wichtig ist, vorher schon zu überlegen, wo die Belastungen ansetzen sollen. Denn wer hier flexibel bleiben will, muss die Wand mit einer vollwertigen Doppelbeplankung ausstatten!
  • Montieren der Doppelbeplankung
    © diybook | Damit auch die doppelte Beplankung richtig hält, werden unterhalb der Justier-Schwingbügel halbe Deckenabhänger als zusätzliche Befestigungsmöglichkeit an die CW-Profile geschraubt. Dies erfolgt auf dieselbe Weise wie bei der Fixierung der Streben mit Schnellbauschrauben und Akku-Dreher (siehe Vergrößerung rechts).
  • Ausbauplatte als Traverse in situ
    © diybook | Da die spätere mechanische Belastung der Wandmontagen nicht über ein mittleres Maß hinausgehen wird, kommen einfache Ausbauplatten als Traverse zum Einsatz. Sie werden in die Schallschutz-Dämmung gedrückt und anschließend mit den Schwingbügeln verschraubt. Hier empfiehlt es sich wieder, auf eine helfende Hand zurückzugreifen.
  • Raumhöhe auf Rigipsplatte übertragen
    © diybook | Da die verwendeten Rigipsplatten (260 cm) einige cm höher sind als nötig, müssen sie noch abgelängt werden. Dazu wird das nötige Maß von etwas unter 250 cm auf der Platte markiert und anschließend mit Hilfe der Wasserwaage sorgfältig in Form einer Trennlinie eingezeichnet.
  • Gipskartonplatte einschneiden
    © diybook | Entlang der markierten Linie wird die Rigipsplatte mit einem Cutter eingeschnitten und so die äußere Kartonschicht durchtrennt. Die Wasserwaage kann hierbei als Führungsinstrument sicherstellen, dass der Schnitt gerade erfolgt.
  • Gipskartonplatte brechen
    © diybook | Ist die Gipsplatte eingeschnitten, wird sie nun recht einfach über eine Kante geknickt und gebrochen. Als geeignete Unterlage können z.B. die anderen Rigipsplatten dienen.
  • Rückseitigen Karton der Gipskartonplatte durchtrennen
    © diybook | Ist das Brechen der Rigipsplatte gelungen, wird auch der Karton auf der Unterseite der Platte entlang des Knicks durchschnitten, um das Reststück vollständig zu lösen. Ausgerüstet mit diesen Techniken lässt sich nun relativ zügig die Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand einrichten.
  • Befestigen der Gipskartonplatten am Trockenbau-Ständerwerk
    © diybook | Sobald die Gipsplatten passend zugeschnitten sind, werden sie nacheinander auf das Ständerwerk gesetzt und an den Profilen fixiert. Hierfür kommen wieder Schnellbauschrauben mit Feingewinde zum Einsatz.
  • Schraubenabstand
    © diybook | Der empfohlene Abstand der Schrauben zum Befestigen der Rigipsplatten sollte zwischen 20 bis 25 cm betragen. Mit knapp unter 20 cm ist hier ein guter Wert erreicht.
  • Boden- &amp;amp; Deckenabstand aus Schallschutz-Gründen
    © diybook | Wenn die Beplankung angebracht wird, ist darauf zu achten, dass die einzelnen Platten jeweils einige mm Abstand zu Boden und Decke wahren. So wird eine Geräuschübertragung in die Wand vermieden und damit in der Vorsatzschale der Schallschutz erst komplettiert. Flache Holzstücke als Untersetzer leisten hier während des Montierens wertvolle Dienste.
  • Steckdose einmessen
    © diybook | Gipsplatten, die auf die Zuführungen der verlängerten Elektrik stoßen, müssen entsprechend mit Aussparungen für Steckdosen versehen werden. Die Position der geplanten Doppelsteckdose wird dazu präzise auf der Oberfläche der Platte eingezeichnet.
  • Hohlraumdose ausschneiden
    © diybook | Die eigentliche Öffnung wird mit einer Lochsäge erzeugt. Für Steckdosen ist hier üblicherweise ein Durchmesser von 68 mm anzusetzen. Für eine Doppelsteckdose werden einfach zwei Löcher nebeneinander ausgeschnitten. Der Abstand ihrer Mittelpunkte ist auf 71 mm genormt. Auf die waagerechte Ausrichtung achten!
  • Hohlraumdose einpassen
    © diybook | Nach dem Sägen der Löcher werden die dazwischen liegenden Stege mit dem Cutter entfernt. Anschließend werden die Ränder mit Schleifpapier behandelt und nötigenfalls so auch vergrößert, bis die Hohlraumdose richtig sitzt.
  • Fortgeschrittenes Verkleiden der Vorsatzschale
    © diybook | Die Zwischenbilanz schaut schon ganz gut aus. Vorsatzschale und Schallschutz sind bereits teilweise verkleidet. Die Steckdosen sind verlegt und montiert. Jetzt noch einmal kräftig anpacken für den Endspurt!
  • Brechen einer Gipsplatte entlang der Längsseite
    © diybook | Für das letzte Teilstück der Beplankung wird nur ein Rigipsplatte mit 40 cm Breite benötigt. Der Überstand von 20 cm wird auf die bereits bekannte Weise abgebrochen. Wichtig hierbei ist eine angemessene Unterlage. Ein übrig gebliebenes Wandprofil z.B. kann diese Funktion sehr gut ausfüllen.
  • Anfasen der Stöße entlang der Bruchkante
    © diybook | Nach dem Brechen der Rigipsplatte werden mit dem Cutter Fasen an der Bruchkante erzeugt. Diese ermöglichen später das richtige Verspachteln der Anstoßfugen. Ein Kantenhobel erleichtert das Anfasen zusätzlich.
  • Fertiger Stoß nach Anfasen und Montieren der Gipskartonplatten
    © diybook | Die Gipsplatten des letzten Teilstücks sind fertig montiert. Der Stoß kann nun verspachtelt werden. Da die Kartonierung an den Bruchkanten fehlt, empfiehlt sich jedoch die vorige Grundierung der Fasen.
  • Fertige Vorsatzschale als Schallschutz und Installationswand
    © diybook | Da kommt Freude auf! Die Vorsatzschale ist fertiggestellt. Aus der einfachen Trennwand zum Nachbarn ist eine ordentliche Zimmerwand mit Vorsatzschale für Schallschutz und Elektroinstallationen geworden. Wenn die Fugen verspachtelt sind, kann die neue Wand auch ganz nach Belieben gestrichen oder tapeziert werden. Bahn frei für das Kinderzimmer!
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Ein Kinderzimmer muss her! Doch der einzig verfügbare Raum teilt sich eine einfache Wand mit dem Nachbarn. Das Problem wird gelöst mit einer Vorsatzschale. Als Schallschutz und Installationswand ist eine solche Konstruktion hervorragend geeignet und presst auch aus der ältesten Ziegelmauer noch modernsten Wohnkomfort heraus. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie auf einem Metall-Ständerwerk eine Vorsatzschale zum Schallschutz eingerichtet wird.
Werkzeuge: 
Maßband
Maßband
Das Maßband, auch Messband oder Bandmaß genannt, ist die flexibel bewegliche Alternative zum Zollstock. Oftmals ist auch von einem Rollmeter die Rede, obwohl das Maßband durchaus nicht nur einen Meter, sondern auch 10 - 100 Meter lang sein kann.
Wasserwaage
Wasserwaage
Wasserwaagen kennt gewiss jeder Heimwerker, da ohne sie ein korrektes und ebenmäßiges Arbeiten kaum möglich wäre. Dies beginnt beim Aufhängen von Bildern und endet bei waagerechten Mauern.
Cuttermesser / Teppichmesser
Cuttermesser / Teppichmesser
Das Cuttermesser ist vielerorts fester Bestandteil des heimischen Werkzeugkoffers. Auch als Teppichmesser bezeichnet ist es vor allem wegen seiner Schärfe und der präzisen Handhabung bekannt.
Akkuschrauber
Akkuschrauber
Der Akkuschrauber, von manchen gemeinhin in der Funktion auch fälschlicherweise mit einer Bohrmaschine gleichgestellt, wird für kleinere und immer wiederkehrende Schraubarbeiten eingesetzt.
Tiefenbegrenzer, Schraubvorsatz
Tiefenbegrenzer, Schraubvorsatz
Ist kein Schnellbauschrauber zur Hand dann ist es bei der Montage von Gipskartonplatten mit einem gewöhnlichen Akkuschrauber schnell passiert. Der Heimwerker von Welt meint es zu gut, und schon ist die Schraube irgendwo in der Rigipsplatte verschwunden.
Lochkreissäge
Lochkreissäge
Eine Lochsäge respektive Lochkreissäge ist ein spezieller Bohrmaschinenaufsatz, mit dem sich recht einfach kreisrunde Löcher von begrenzter Tiefe in verschiedene Materialien sägen lassen.
Materialien: 
Schnellbauschrauben, Rigips-Schrauben
Schnellbauschrauben, Rigips-Schrauben
Schnellbauschrauben, nach einem ihrer Haupteinsatzgebiete auch Rigips-Schrauben genannt, sind selbstschneidende Schrauben zur Verbindung unterschiedlicher Materialien. Im Gegensatz zu Spanplattenschrauben sind Rigips-Schrauben phosphatiert.
Gipskartonplatten, Rigipsplatten
Gipskartonplatten, Rigipsplatten
Gipskartonplatten, nach einem bekannten Hersteller auch Rigipsplatten genannt, sind Bauplatten aus Gips, welche beidseitig mit einer dünnen Kartonageschicht überzogen sind.
Mineralwolle
Mineralwolle
Mineralwolle ist ein äußerst vielseitiger Dämmstoff, der aufgrund seiner vorteilhaften Eigenschaften kaum noch auf einer Baustelle fehlt. Je nach Herstellungsmaterial wird grundsätzlich zwischen Glaswolle und Steinwolle unterschieden. Beide sind sich in ihren Merkmalen jedoch sehr ähnlich.
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Kommentare

Wie verhindert man die Lücken zwischen der Dämmung die sich hinter den CW Profilen bilden? Zur optimalen Schallreduzierung muss dies doch vermieden werden. Wie verhält es sich mit einer Dampfbremse? Muss dies nicht auch noch verbaut werden?

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

Hallo Stefan, die Dämmung kann ohne weiteres hinter die CW-Profile geschoben werden. Für die Schallreduzierung noch wichtiger ist die Masse der Wand. Also doppelt Beplanken, bzw. schallreduzierende Profile etc. verwenden. Eine Dampfbremse ist bei Innenwänden nicht notwendig. Viele Grüße

Hallo
Funktioniert diese Wand auch wenn der Nachbar Lärm verursacht und ich mich vor dem Lärm schützen möchte? Bei mir im Wohnzimmer ist die Wand zum Nachbar schlecht isoliert das jeder Schritt und jedes Gespräch zu hören ist .

Hallo Andre, also in Deinem Fall muss man unterscheiden zwischen Trittschall (Gehen) und normaler Schallübertragung (Sprechen). Den Trittschall wird man mit einer solchen Wand nicht verbessern können. Die normale Schallübertragung sehr wohl. Je nachdem wie viel die Schallübertragung gedämpft werden soll, kann man auf Standardplatten zurückgreifen oder die etwas teureren Schallschutzplatten verwenden. Wichtig ist zudem eine von der Wand entkoppelte Unterkonstruktion. Auch hier gäbe es eine spezielle Schallschutz-optimierte Unterkonstruktion. Aber auch mit Standardkomponenten kann eine sehr gute Schallisolierung bei Einlage von Dämmstoff und doppelter Beplankung erreicht werden. Viele Grüße

Hallo,

so wie ich mich informiert habe, sorgt die Beplankung für den größten Teil der Schalldämmung, machen die Löcher Für die Steckdosen denn nicht alles zu nichte?

Und zu dem oberen Vorschlag die Dämmung hinter die CW profile zu leden. Die 6cm dicke Wolle müsste ja dann in einen 3cm Spalt gepresst werden. Dadurch hat die Vorsatzschale ja wieder Kontakt zur Wand. Dadurch wäre die Vorsatzschale doch nicht mehr entkoppelt/freistehend und sich auch wieder negativ auswirken,oder?

Hallo Max, ja natürlich machen sich Steckdosen in eine Schallschutzwand nicht besonders gut. Wenn also das Hauptaugenmerk auf Schallschutz steht, dann sollten die Steckdosen weggelassen werden. Die Dämmung ist aber kein Problem, da es sich dabei ja nicht um eine starre Verbindung handelt, die den Schall oder andere Bewegungen direkt auf die dahinterliegende Wand überträgt. Viele Grüße 

Hallo,
Ich hab in meiner wohnung eine hängedecke aus gips (metalunterkonstruktion ähnlich wie hier gezeigt) gebaut. Nachher hat sich aber herrausgestelt das die wand zum nachbarn lärm und schall sehr gut durch läst. Kan ich den vorsatzwand ramen mit der neuen gipsdecke verbinden oder solte die mit der alten decke verbindet verden?

Hallo Joonas, die Steher der Vorsatzschale sollten schon an der Originaldecke befestigt werden und nicht an der neuen Abgehängten. Ich würde die alte Decke an der Seite aufschneiden und dann die Vorsatzschale montieren. Und immer entkoppeln, denn sonst überträgt sich der Schall nach wie vor! Viele Grüße und gutes Gelingen! 

Hallo,
ich möchte unser Badezimmer vergrößern und habe hierzu schon eine Wand zum Vorrat weggebrochen. Ursprünglich wollte ich die vorhandene (Vorrat) und neu zu erstellende Wand aus Porenbeton erstellen. Nun habe ich noch nie mit dem Material gebaut, mit Gipskarton jedoch schon mehere Bauprojekte realisiert. Kann ich als Vorsatzrahmen und Trennwand eine Konstruktion aus Metallprofilen und Feuchtraumrigips wählen, oder könnte es hinter der Konstruktion zu Feuchtigkeitsschäden kommen (Temperaturunterschiede)?

Hallo Jürgen, vielen Dank für Deine Frage. Nun dieses Projekt lässt sich mit beiden Varianten realisieren. Eine Mauer aus Porenbeton ist sehr schnell gebaut. Wenn Du Dich mit Gipskarton wohler fühlst verwende einfach das. Die Gipskartonwand würde ich in jedem Fall mit Dämmmaterial füllen. Und je nachdem ob Du schwere Wandschränke oder Regale aufhängen möchtest doppelt beplanken. Im direkten Spritzwasserbereich müsstest Du die Wand so oder so mit Dichtmaterial versehen, sodass Feuchteschäden in der Wand  eigentlich nicht zu erwarten sind. Beste Grüße

Hallo,

Ein netter Beitrag, danke dafür. Ist die Wand direkt auf den Bodenbelag aufgebracht oder wurde dieser vorher um die Wandstärke eingekürzt?

Viele Grüße

Hallo David, da der Bodenbelag verklebtes Parkett ist wurde dieser nicht eingekürzt. Und da die Wand so oder so auf dem schwimmenden Estrich zu liegen kommen würde, hat das hier keine Rolle gespielt. Auf einem ebenfalls schwimmend verlegten Boden würde ich die Wand nicht montieren. Viele Grüße

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