Fliesen legen - Eine Wand halbhoch verfliesen

Fliesen legen - Glättspachtel mit Fliesenkleber an der Wand
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Aktualisiert am 02.02.2018
Fliesen zu legen, vor allem an der Wand, hat schon so manchen Heimwerker stark ins Grübeln gebracht; gerade wenn es darum geht, von oben nach unten zu fliesen. Denn was hier zuerst leicht erscheint, kann plötzlich kompliziert werden. Aber keine Sorge, denn dieser Artikel zeigt, wie eine Wand von oben nach unten verfliest werden kann, selbst dann, wenn die Fliesen drohen abzurutschen.
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Das Projekt

In einem WC sollen die Wände und der Boden verfliest werden. Aus Kostengründen werden die Fliesen jedoch nur bis zur halben Raumhöhe verlegt. Wie der Artikel Gut geplant ist halb verlegt zeigt, wäre bei einer vorgegebenen Fliesenhöhe das Verfliesen von oben nach unten angeraten. Der hier gezeigte Ansatz ist eine Kombination aus der üblichen Empfehlung und praxisorientiertem Arbeiten. 

Zuerst werden die Fliesen an der Wand verlegt, anschließend erst folgt der Boden. Zudem werden die Fliesen auf Grund der Raumgeometrie hochkant verlegt. Dies lässt den doch sehr schmalen Raum nicht ganz so klein erscheinen. Sonst sehr in Mode ist die Verlegung im Querformat. Mit dem Verlegen der Fliesen wird auch nicht mittig, sondern am hinteren Ende des Raumes begonnen. So liegen die Schnittkanten im nicht direkt einsehbaren Bereich des Türstockes, einfach perfekt.

Dieser Artikel demonstriert allerdings nur die Verlegung der Fliesen an einer Wand. Die anderen Wände werden dazu ganz analog verlegt. Besondere Arbeitsgänge wie das Ausgleichen der Wand oder das Einkleben von Fliesenprofilen werden in anderen Artikeln erklärt.

Werkzeug und Material

Für das Fliesen legen an der Wand wird einiges an Werkzeug benötigt. So werden eine Farbrolle oder Pinsel, ein Richtscheit, eine Wasserwaage, eine Kelle, und ein Baueimer für die Vorbereitunge gebraucht.

Für das Verlegen der Wandfliesen reichen Maurerkelle, eine Zahnkelle, ein Baueimer und eine Wasserwaage aus. Natürlich darf aber auch ein Maßband nicht fehlen. Zum Schneiden der Fliesen werden zudem ein Fliesenschneider und für runde Ausschnitte ein Fliesenlochboy samt Fliesenhammer und einer Fliesenlochzange benötigt. 

An Material sind neben den Fliesen auch der Fliesenkleber - hier ein S1-Flexkleber - sowie Keile vonnöten. 

Vor dem Fliesen legen

  • Wand grundieren
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    © diybook | Bevor mit dem Fliesen legen an der Wand begonnen werden kann, gilt es, den Untergrund gut vorzubereiten. Nur so ist ein…
  • Wand ausgleichen
    © diybook | Nach dem Grundieren wird die Wand auf Ebenheit hin überprüft und gegebenenfalls ausgeglichen. Wie das Ausgleichen einer Wand…
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Bevor damit begonnen werden kann, die Fliesen zu legen, muss auch an der Wand ein tragfähiger Untergrund bereitgestellt werden. Dazu wird der Putz mit einer Haftbrücke überzogen. Mit einem kleinen Farbroller wird die, zuvor gut aufgeschüttelte, Haftbrücke satt aufgetragen.

Nach einer Stunde Trocknungszeit werden die Wände auch auf Ebenheit hin überprüft. Liegen zu tiefe Unebenheiten vor, so müssen diese ausgeglichen werden. Der Artikel Ausgleichen der Wand zeigt dabei, wie die Wand auszugleichen ist. Zu tiefe Unebenheiten würden das Ergebnis beim Fliesen legen zu sehr beeinflussen. Daher ist es besser, vorher für einen absolut ebenen Untergrund zu sorgen.

Fliesenkleber aufziehen

  • Fliesenkleber anrühren und aufnehmen
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    © diybook | Sind die Vorbereitungen abgeschlossen und sind sowohl die Haftbrücke als auch der Ausgleichsmörtel trocken, kann mit dem…
  • Fliesenkleber aufspachteln
    © diybook | Beim richtigen Fliesen-Legen wird der Fliesenkleber nicht einfach nur so aufgekämmt. Um eine perfekte Verbindung mit dem…
  • Kleberbett mit Zahnkelle abziehen
    © diybook | Ist der Fliesenkleber aufgespachtelt, wird das Kleberbett nun mit der Zahnseite aufgekämmt. Pi mal Daumen ist dabei die Zahnung…
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Fliesenkleber wird ähnlich wie Mörtel angemischt. Wasser wird dazu in einem Baueimer vorgelegt und der Kleber langsam eingerührt. Bei max. 600 Umdrehungen pro Minute wird der Kleber solange gemischt, bis dieser eine schön sämige Konsistenz erreicht hat. Anschließend darf der Kleber ein paar Minuten ruhen.

Wie eingangs erwähnt, folgt jetzt der praxisorientierte Teil der Verlegung. Da keine explizit definierte Höhe der Verfliesung gefordert ist, wird die erste Reihe Fliesen senkrecht, also zunächst von unten nach oben verlegt, bis die ungefähre Zielhöhe mit ganzen Fliesen erreicht wurde. Danach folgt die empfohlene horizontale Verlegung der Fliesen. So wird jetzt auch der Fliesenkleber aufgetragen.

Um einen guten Verbund mit dem Untergrund zu erreichen wird der Fliesenkleber zunächst mit der glatten Seite der Zahnspachtel auf den Untergrund aufgespachtelt. Erst jetzt wird er mit der gezahnten Seite der Zahnkelle bearbeitet. Dazu wird der Kleber zunächst grob aufgekämmt und dann überflüssiges Material aufgenommen. Ist das geschehen, wird das Kleberbett von unten nach oben gerade abgezogen.

Erste Fliesen legen - An der Wand von unten nach oben

  • Wand fliesen - Fliese einsetzen
    zur Bildreihe
    © diybook | Jetzt kann die erste Fliese an der Wand verlegt werden. Beim Fliesen legen ist darauf zu achten, Fliesen nicht einzulegen,…
  • Fliesen einschieben
    © diybook | Die zweite Fliese wird genauso eingeschoben. Sie wird direkt abschließend an die erste angelegt und um eine Fugenbreite nach…
  • Keile als Abstandhalter
    © diybook | Als Abstandshalter sind kleine Keile ideal. Im Gegensatz zu Fliesenkreuzen kann mit Hilfe von Keilen auch auf die…
  • Senkrechte Ausrichtung prüfen
    © diybook | Auch wenn der Spülkasten selbst verkleidet wurde, zahlt es sich aus, die senkrechte Ausrichtung der Fliesen mit der Wasserwaage…
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Ist der Kleber aufgetragen, können jetzt die ersten Fliesen an der Wand verlegt werden. Zuvor wird allerdings eine Bodenfliese als Abstandshalter lose am Boden ausgelegt. Die erste Fliese wird nun ganz unten angesetzt und in das Kleberbett eingeschoben. Das bedeutet, dass die Fliese um die Fugenbreite im Kleberbett nach oben geschoben wird. Dadurch werden die Stege zerdrückt und eine möglichst hohlstellenfreie Verlegung wird erzielt.

Analog dazu wird die zweite Fliese auf die erste gesetzt und um die gewünschte Fugenbreite nach oben geschoben. Keile helfen dabei, diesen Abstand einzuhalten.

Tipp: Keile sind Fliesenkreuzen vorzuziehen, weil mit Hilfe von Keilen auf Produktionsunterschiede der Fliesen besser eingegangen werden kann. 

Abschließend wird die senkrechte Ausichtung der Fliesen mit Hilfe einer Wasserwaage überprüft.

Fliesen horizontal verlegen

  • Horizontales Kleberbett herstellen
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    © diybook | Ist die finale Fliesenhöhe erreicht, wird nun ein horizontales Fliesenkleberbett eingerichtet. Denn alle weiteren Fliesen…
  • Horizontale Fliesen einkleben
    © diybook | Die oberste Reihe Fliesen wird nun horizontal eingeklebt. Das Einschieben der Fliesen passiert hier von rechts nach links. Die…
  • Horizontale überprüfen
    © diybook | Mit der Wasserwaage wir nun die horizontale Ausrichtung penibel überprüft und eingerichtet.
  • Letzte Fliese und Steckdose ausmessen
    © diybook | Die letzte Fliese der Reihe muss aber nicht nur in der Breite angepasst, sondern darin auch ein Lichtschalter ausgeschnitten…
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Jetzt folgt die empfohlene Verlegung der Fliesen, und zwar von oben nach unten. Dazu wird der Fliesenkleber im horizontalen Verlauf der obersten Fliese, von der eben verlegten Fliese bis zum Eingangsbereich, aufgetragen. Wieder wird der Kleber zuerst gespachtelt und dann aufgekämmt. 

Fliese für Fliese wird wir zuvor in das Kleberbett eingeschoben. Diesmal aber von rechts nach links. Die Fliese wird also direkt an die vorige Fliese angesetzt und dann um die Fugenbreite nach links in das Kleberbett eingeschoben. Und keine Angst, bei keinem Fliesenkleber dürfen die Fliesen einfach von der Wand fallen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kleber nicht zu flüssig angemacht wurde.

Natürlich darf nach dem Verlegen der Fliesen die Überprüfung der horizontalen Ausrichtung nicht fehlen. Eine Wasserwaage gibt Auskunft.

Fliesen zuschneiden und mittiges Loch setzen

  • Fliese schneiden
    zur Bildreihe
    © diybook | Das Schneiden der Fliese gelingt mit einem Fliesenschneider. Die Fliese wird leicht eingeritzt und anschließend gebrochen.
  • Fliesenlochboy montieren
    © diybook | Für den Ausschnitt des Lichtschalters ist allerdings ein weiteres Werkzeug notwendig: der Fliesenlochboy. Dieser wird an der…
  • Mit Fliesenhammer Loch schlagen
    © diybook | Jetzt kann mit dem Fliesenhammer gefahrlos ein Loch in die Fliese geschlagen werden. Das Loch wird dabei so groß geschlagen,…
  • Loch mit Fliesenlochzange vergrößern
    © diybook | Mit der Fliesenlochzange wird nun der Ausschnitt vergrößert, sodass der Lichtschalter mühelos darin Platz findet.
  • Fliese einsetzen
    © diybook | Nun kann auch die letze Fliese dieser Reihe eingesetzt werden. Der Fliesenkleber wird dazu auf die Fliese mit der glatten Seite…
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In den seltensten Fällen wird die Länge der Wand mit dem Format der Fliesen inklusive der Fugen zusammenpassen. Daher müssen die letzten Fliesen so gut wie immer eingepasst werden. So auch hier.

Die Breite der Fliese wird ausgemessen, auf die Fliese übertragen und die Fliese dann mit einem Fliesenschneier auf das benötigte Maß gebracht. Aber dem nicht genug! Denn genau inmitten dieser Fliese befindet sich auch der Lichtschalter. Mit dem richtigen Werkzeug ist aber auch das kein Problem. Im Gegensatz zu dem Verfahren in dem Artikel Fliese auf Fliese wird hier aber kein Winkelschleifer, sondern ein Fliesenlochboy verwendet!

Dieser wird zunächst an der angezeichneten Stelle auf der Fliese montiert, bevor der Fliesenhammer zum Einsatz kommt. Ein paar berherzte Schläge reichen und die Fliese hat ein Loch. Ist dieses groß genug, übernimmt die Fliesenlochzange. Mit dieser wird das geschlagene Loch Stück für Stück auf das benötigte Maß erweitert. 

Ist auch diese Fliese verlegt, kann mit dem weiteren Fliesen-Legen an der Wand fortgefahren werden.

Zweite Reihe Fliesen legen: Wenn die Fliesen rutschen

  • Weitere Fliesen an der Wand verlegen
    zur Bildreihe
    © diybook | Es folgt die Verlegung der zweiten Reihe der horizontalen Fliesen.
  • Bei Abrutschen Fliesen unterstützen
    © diybook | Aber Achtung! Denn wenn die Fliesen drohen abzurutschen, sollten diese unterstützt werden. Eine Abziehlatte und Mauerhaken…
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Entsprechend wird auch die zweite Reihe Fliesen an der Wand verlegt. Fliese für Fliese wird in das Kleberbett eingesetzt und um eine Fugenbreite nach links verschoben. 

Da die Fliesen zwar nicht viel, aber doch leicht nachrutschen, wird eine Abziehlatte unter die zweite Reihe geklemmt. Das kann schonmal passieren und gerade bei großen und schweren Fliesen gehört das zum Fliesen-Legen dazu. Nach einer halben Stunde ist aber so viel Festigkeit erreicht, dass auch der Rest der Wand verfliest werden kann.

Tipp: Aufgekämmter Fliesenkleber, der in naher Zukunft mit keinen Fliesen bestückt wird, sollte wieder entfernt werden. Denn ist die Offenzeit überschritten, wird keine Fliese mehr daran halten. Wird der Kleber sogar schon hart, muss das Stemmeisen ausgepackt werden.

Wand fertig fliesen

  • Fliesenkleber an der restlichen Wand aufbringen
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    © diybook | Fliesenkleber wird nun an der restlichen Wand aufgespachelt und damit das Fliesenkleberbett hergestellt.
  • Nächste Reihe Wandfliesen einsetzen
    © diybook | Fliese für Fliese wird wieder von rechts nach links in das Kleberbett eingeschoben.
  • Letzte Reihe Fliesen legen
    © diybook | Erneut helfen Keile dabei, die Fugenabstände einzuhalten.
  • Leichte Unebenheiten Ausgleichen
    © diybook | Fällt die Wand beim Türstock ein wenig ein, so kann mit etwas Fliesenkleber nachgebessert werden. Dazu wird extra Fliesenkleber…
  • Einsetzen der letzten Fliese
    © diybook | ... und diese dann eingeklebt. Fertig! Das wäre geschafft. Zwar fehlen jetzt noch die anderen Wände, diese werden aber ganz…
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Nun kann der Rest der Wand verfliest werden. Dazu wird Fliesenkleber auf die noch verbleibende Wand gespachtelt und gut aufgekämmt. Anschließend werden die Fliesen eingeschoben. Und wieder sorgen Keile für den nötigen Abstand in der Höhe.

Die letzten, bodennahen Fliesen sitzen dabei wie auch schon die erste Fliese auf am Boden liegenden losen Boden- oder Wandfliesen. Da der Boden in Richtung Tür abfällt, müssen diese nicht geschnitten werden, sondern die Unterlage an Höhe gewinnen. Aber keine Sorge, der Boden wird vor dem Bodenfliesen-Legen nivelliert.

An die letzten zwei Fliesen gesellt sich zudem, direkt in Höhe des Türstocks, eine leicht nach hinten abfallende Wand. Diese Unebenheit ist aber leicht zu korrigieren. Dazu wird einfach eine Extraportion Fliesenkleber auf die Fliese aufgetragen, bevor diese in das Kleberbett eingeschoben wird. Dann sollte es passen und die Wand ist verfliest!

Weiteres Vorgehen und das Ergebnis

  • Ergebnis
    zur Bildreihe
    © diybook | Und so sieht das Ergebnis aus! Das ist richtig schön geworden, oder?
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Eine Seite wäre verlegt, fehlen aber noch zwei weitere. Die gegenüberliegende Wand ist ganz analog zu dieser zu verlegen und sogar eine Spur einfacher, da kein Ausschnitt für den Lichtschalter mehr benötigt wird.

Die rückseitige Wand ist da schon etwas kniffliger. Denn hier müssen jede Menge Fliesen zugeschnitten werden. Zudem sollen zu schmale Randstreifen vermieden werden. Daher wird an der rückseitigen Wand mit der Fuge in der Mitte begonnen. Zudem sind, der Optik halber, Fliesenprofile an den Kanten anzubringen. Der Artikel Fliesenprofile verlegen zeigt dabei, wie das geht.

Ist das Fliesen-Legen an der Wand abgeschlossen, muss auch noch der Boden ausgeglichen und verlegt werden. Da wartet also noch ein ganzes Stück Arbeit. Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen!

Fliesen zu legen, vor allem an der Wand, hat schon so manchen Heimwerker stark ins Grübeln gebracht; gerade wenn es darum geht, von oben nach unten zu fliesen. Denn was hier zuerst leicht erscheint, kann plötzlich kompliziert werden. Aber keine Sorge, denn dieser Artikel zeigt, wie eine Wand von oben nach unten verfliest werden kann, selbst dann, wenn die Fliesen drohen abzurutschen.
  • Wand grundieren
    © diybook | Bevor mit dem Fliesen legen an der Wand begonnen werden kann, gilt es, den Untergrund gut vorzubereiten. Nur so ist ein perfektes Ergebnis garantiert. Zum Herstellen eines tragfähigen Untergrundes eignet sich eine Haftbrücke ganz ausgezeichnet. Sorgt diese doch nicht nur für eine Vergrößerung der Oberfläche, sondern auch für das Regulieren des Saugverhaltens. Ist diese mit der Farbrolle einmal aufgetragen, steht eine kurze, einstündige Pause am Programm.
  • Wand ausgleichen
    © diybook | Nach dem Grundieren wird die Wand auf Ebenheit hin überprüft und gegebenenfalls ausgeglichen. Wie das Ausgleichen einer Wand gelingt, zeigt unser Artikel mit dem gleichnamigen Namen. So wurde bei diesem Projekt die rechte Wand ausgeglichen, damit beim Fliesen der Wand auch keine Fliese in Schieflage gerät. Die Trocknungszeit für den Ausgleichsmörtel beträgt je nach Schichtdicke ca. 3 Stunden.
  • Fliesenkleber anrühren und aufnehmen
    © diybook | Sind die Vorbereitungen abgeschlossen und sind sowohl die Haftbrücke als auch der Ausgleichsmörtel trocken, kann mit dem Fliesen-Legen begonnen werden. Dazu wird ein Sack Fliesenkleber angerührt. Wasser wird in einem Baueimer vorgelegt und der Fliesenkleber langsam eingestreut. Mit niedriger Drehzahl (< 600 Undrehungen / Minute) wird der Fliesenkleber solange gerührt bis er eine sämige Konsistenz erreicht hat.
  • Fliesenkleber aufspachteln
    © diybook | Beim richtigen Fliesen-Legen wird der Fliesenkleber nicht einfach nur so aufgekämmt. Um eine perfekte Verbindung mit dem Untergrund zu erreichen, wird zuerst gespachtelt. Daher wird der Fliesenkleber anfangs mit der glatten Seite der Zahnkelle auf die Wand gespachtelt. Die erste Fliesenreihe dieser Wand beginnt am Spülkasten und zwar von unten nach oben. Warum, wird im weiteren Verlauf deutlich.
  • Kleberbett mit Zahnkelle abziehen
    © diybook | Ist der Fliesenkleber aufgespachtelt, wird das Kleberbett nun mit der Zahnseite aufgekämmt. Pi mal Daumen ist dabei die Zahnung der Kelle in etwa so dick wie die Fliese selbst.
  • Wand fliesen - Fliese einsetzen
    © diybook | Jetzt kann die erste Fliese an der Wand verlegt werden. Beim Fliesen legen ist darauf zu achten, Fliesen nicht einzulegen, sondern einzuschieben. Dazu wird die Fliese ganz unten am Boden angesetzt und eine Fugenbreite nach oben geschoben. Eine unterlegte Fliese sorgt gemeinsam mit zwei Keilen für den notwendigen Bodenabstand.
  • Fliesen einschieben
    © diybook | Die zweite Fliese wird genauso eingeschoben. Sie wird direkt abschließend an die erste angelegt und um eine Fugenbreite nach oben geschoben. Keile sorgen auch hier für den Erhalt der gewünschten Fuge.
  • Keile als Abstandhalter
    © diybook | Als Abstandshalter sind kleine Keile ideal. Im Gegensatz zu Fliesenkreuzen kann mit Hilfe von Keilen auch auf die Produktionsungenauigkeiten der Fliesen eingegangen werden.
  • Senkrechte Ausrichtung prüfen
    © diybook | Auch wenn der Spülkasten selbst verkleidet wurde, zahlt es sich aus, die senkrechte Ausrichtung der Fliesen mit der Wasserwaage zu überprüfen. Schließlich soll der Fliesenbelag den Raum auf- und nicht abwerten.
  • Horizontales Kleberbett herstellen
    © diybook | Ist die finale Fliesenhöhe erreicht, wird nun ein horizontales Fliesenkleberbett eingerichtet. Denn alle weiteren Fliesen werden nun von oben nach unten verlegt. Die Verfliesung von oben nach unten hat den Vorteil, dass bei gravierenden Unebenheiten am Boden nur die letzte Fliese, also die bodennahe Fliese angepasst werden muss. Die Schnitte befinden sich somit am Boden und sind damit bestens kaschiert.
  • Horizontale Fliesen einkleben
    © diybook | Die oberste Reihe Fliesen wird nun horizontal eingeklebt. Das Einschieben der Fliesen passiert hier von rechts nach links. Die Fliese wird ohne Fuge an die vorige angelegt und dann um die Fugenbreite nach links verschoben.
  • Horizontale überprüfen
    © diybook | Mit der Wasserwaage wir nun die horizontale Ausrichtung penibel überprüft und eingerichtet.
  • Letzte Fliese und Steckdose ausmessen
    © diybook | Die letzte Fliese der Reihe muss aber nicht nur in der Breite angepasst, sondern darin auch ein Lichtschalter ausgeschnitten werden.
  • Fliese schneiden
    © diybook | Das Schneiden der Fliese gelingt mit einem Fliesenschneider. Die Fliese wird leicht eingeritzt und anschließend gebrochen.
  • Fliesenlochboy montieren
    © diybook | Für den Ausschnitt des Lichtschalters ist allerdings ein weiteres Werkzeug notwendig: der Fliesenlochboy. Dieser wird an der markierten Stelle auf der Fliese fixiert.
  • Mit Fliesenhammer Loch schlagen
    © diybook | Jetzt kann mit dem Fliesenhammer gefahrlos ein Loch in die Fliese geschlagen werden. Das Loch wird dabei so groß geschlagen, dass es im Anschluss mit der Fliesenlochzange vergrößert werden kann.
  • Loch mit Fliesenlochzange vergrößern
    © diybook | Mit der Fliesenlochzange wird nun der Ausschnitt vergrößert, sodass der Lichtschalter mühelos darin Platz findet.
  • Fliese einsetzen
    © diybook | Nun kann auch die letze Fliese dieser Reihe eingesetzt werden. Der Fliesenkleber wird dazu auf die Fliese mit der glatten Seite der Glättkelle aufgespachtelt, anschließend werden die Stege gezogen und die Fliese wird eingesetzt. Das Floating-Verfahren also einmal anders!
  • Weitere Fliesen an der Wand verlegen
    © diybook | Es folgt die Verlegung der zweiten Reihe der horizontalen Fliesen.
  • Bei Abrutschen Fliesen unterstützen
    © diybook | Aber Achtung! Denn wenn die Fliesen drohen abzurutschen, sollten diese unterstützt werden. Eine Abziehlatte und Mauerhaken helfen dabei. Nach 30 Minuten bewegt sich aber nichts mehr und die Unterstützung kann entfernt werden.
  • Fliesenkleber an der restlichen Wand aufbringen
    © diybook | Fliesenkleber wird nun an der restlichen Wand aufgespachelt und damit das Fliesenkleberbett hergestellt.
  • Nächste Reihe Wandfliesen einsetzen
    © diybook | Fliese für Fliese wird wieder von rechts nach links in das Kleberbett eingeschoben.
  • Letzte Reihe Fliesen legen
    © diybook | Erneut helfen Keile dabei, die Fugenabstände einzuhalten.
  • Leichte Unebenheiten Ausgleichen
    © diybook | Fällt die Wand beim Türstock ein wenig ein, so kann mit etwas Fliesenkleber nachgebessert werden. Dazu wird extra Fliesenkleber auf die Fliese aufgetragen ...
  • Einsetzen der letzten Fliese
    © diybook | ... und diese dann eingeklebt. Fertig! Das wäre geschafft. Zwar fehlen jetzt noch die anderen Wände, diese werden aber ganz analog behandelt.
  • Ergebnis
    © diybook | Und so sieht das Ergebnis aus! Das ist richtig schön geworden, oder?
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Am Boden erscheint das Vorgehen beim Fliesen-Legen klar. Fliesenkleber aufziehen, Fliese einschieben, ein wenig festklopfen, und die Sache ist gegessen. Aber Fliesen an der Wand zu verlegen, bringt einen dann doch ins Grübeln. Halten die Fliesen einfach so an der Wand? Und kann wirklich von oben nach unten gefliest werden? 

Dieses Video zeigt das Fliesen-Legen einer Wand. Die Wand wird dabei allerdings nur halbhoch verfliest und die Fliesen werden dabei von oben nach unten gelegt. Und sollte doch mal was ins Rutschen geraten, hat unsere Video-Anleitung auch hierfür eine Lösung parat!

Fliesen zu legen, vor allem an der Wand, hat schon so manchen Heimwerker stark ins Grübeln gebracht; gerade wenn es darum geht, von oben nach unten zu fliesen. Denn was hier zuerst leicht erscheint, kann plötzlich kompliziert werden. Aber keine Sorge, denn dieser Artikel zeigt, wie eine Wand von oben nach unten verfliest werden kann, selbst dann, wenn die Fliesen drohen abzurutschen.
Werkzeuge: 
Farbrolle - Farbwalze
Farbrolle - Farbwalze
Ohne die Erfindung der Farbrolle müsste der Heimwerker tagelang die Wände seines Heims bepinseln und hätte die Wand wohl lieber nackt als mit Farbe. Doch glücklicherweise hat jemand die Farbrolle erfunden und wir können demjenigen sehr dankbar sein.
Baueimer (Baukübel)
Baueimer (Baukübel)
Was wäre ein Heimwerker ohne seinen Baueimer? Tatsächlich erweist sich ein Eimer bei verschiedenen Arbeiten in Haus und Garten als unverzichtbarer Begleiter.
Maurerkelle
Maurerkelle
"Was dem Koch sein Löffel, ist dem Maurer seine Kelle." - Und da ein Menü nur mit dem richtigen Equipment zu einem Genuss wird, muss auch der Maurer die passende Maurerkelle haben, um seine Arbeit mit der entsprechenden Sorgfalt und Genauigkeit durchführen zu können.
Zahnkelle
Zahnkelle
Wer sich selbst schon einmal im Fliesenlegen versucht hat, wird die Zahnkelle bereits kennen. Sie ist eines der Standardwerkzeuge des Bodenlegers. Ihre einfache Form aber täuscht! Tatsächlich erfordert der Umgang mit der Zahnkelle einiges an Einübung.
Wasserwaage
Wasserwaage
Wasserwaagen kennt gewiss jeder Heimwerker, da ohne sie ein korrektes und ebenmäßiges Arbeiten kaum möglich wäre. Dies beginnt beim Aufhängen von Bildern und endet bei waagerechten Mauern.
Fliesenschneider
Fliesenschneider
Eine regelmäßige Tätigkeit während des Verlegens von Fliesen ist das Zuschneiden. Selten kommen Wand oder Boden ohne Passstücke im Randbereich aus. Der Heimwerker hat dabei zunächst zwar durchaus die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten.
Fliesenhammer
Fliesenhammer
Der Fliesenhammer ist unter den Hammerwerkzeugen ein eher zierlicher Vetreter. Manche behaupten deswegen, Fliesenleger wissen nicht, was ein echter Hammer ist. Fliesenhammer stellen jedoch äußerst präzise Werkzeuge dar, die sehr genau auf die Anforderungen beim Fliesenlegen zugeschnitten sind.
Fliesenlochzange
Fliesenlochzange
Als Unterart der sogenannten Kantenzangen findet die Fliesenlochzange überall da Verwendung, wo mit Fliesen hantiert wird. Aufgrund ihrer Form ist sie auch unter dem Namen Papageienzange bekannt.
Fliesenlochboy
Fliesenlochboy
Leider liegt es in der Natur der Sache, dass der Schwung bei der Verlegung von Wandfliesen in Bad und Küche vor allem dann ins Stocken gerät, wenn sich Abflussöffnungen, Steckdosen, Armaturenanschlüsse oder ähnliches „in den Weg stellen“.
Materialien: 
Haftbrücke
Haftbrücke
Saugende Untergründe müssen vor der Verarbeitung grundiert werden, wenn das Ergebnis stimmen soll. Das weiß jeder Heimwerker, der schon einmal mit Farbpinsel oder Tapetenrolle bewaffnet sein Eigenheim verschönern wollte.
Fliesenkleber
Fliesenkleber
Wer meint, Fliesenkleber ist Fliesenkleber, der hat weit gefehlt. Denn es gibt nicht nur gänzlich verschiedene Fliesenkleber-Arten, sondern auch Kleber unterschiedlicher Güten - die sogenannten Klassen.
Keil, Holzkeil
Keil, Holzkeil
Keile haben in der Heimwerkerwelt hoffentlich nichts mit der Ausübung körperlicher Gewalt gegenüber den Mitheimwerkern zu tun. Vielmehr handelt es sich bei einem Keil um ein kleines Hilfsmittel aus Kunststoff oder Holz, das sich bei Bedarf auch leicht selbst herstellen lässt.
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